Kürzlich ist ein Frachtschiff mit etwa 65.000 Tonnen argentinischem Weizen nach China ausgelaufen. Es handelt sich um den ersten Massenguttransport von Weizen zwischen den beiden Ländern seit 1997 und markiert die offizielle Eröffnung einer potenziell neuen Handelsroute. Die Ladung wurde im Hafen von COFCO International in Timbúes, Provinz Santa Fe, Argentinien, verladen.
Das argentinische Ministerium für Landwirtschaft, Viehzucht und Fischerei bezeichnete diese Lieferung als einen Meilenstein in den bilateralen Handelsbeziehungen. Der chinesische Botschafter in Argentinien, Wang Wei, erklärte, die Ladung markiere den „Beginn eines neuen Kapitels“ in der landwirtschaftlichen Zusammenarbeit der beiden Länder und unterstreiche die Chancen für eine weitere wirtschaftliche Kooperation.
Nach Angaben des Handelsausschusses von Rosario ist dieser Export erst der Anfang eines potenziell wachsenden Handels. Daten zeigen, dass bis Ende 2025 bereits vier Schiffe mit fast 160.000 Tonnen argentinischem Weizen nach China unterwegs waren, was auf eine starke anfängliche Dynamik in diesem Handelszweig hindeutet. Die Wiederaufnahme der argentinischen Weizenexporte ist auf ein deutliches Produktionswachstum im Inland zurückzuführen. In guten Erntejahren kann die argentinische Weizenproduktion fast 30 Millionen Tonnen erreichen, was dem Land die Fähigkeit verleiht, die Exporte auszuweiten und gleichzeitig die heimische Versorgung zu sichern.
Analysten weisen darauf hin, dass Chinas Bestreben, seine Getreideversorgungsquellen zu diversifizieren, und Argentiniens Suche nach neuen Exportmärkten gemeinsam zur Wiederaufnahme dieses Handels beigetragen haben. Die unterschiedlichen Erntezeiten auf der Nord- und Südhalbkugel bieten zudem die Voraussetzungen für eine stabilere Handelsverbindung zwischen beiden Seiten und tragen dazu bei, Einkäufe und Lieferungen über das gesamte Jahr hinweg auszugleichen. Obwohl Sojabohnen und Rindfleisch derzeit noch die wichtigsten argentinischen Agrarexporte nach China sind, könnte Weizen zu einer weiteren wichtigen Säule im bilateralen Agrarhandel werden. Der erfolgreiche Ersttransport legt die Grundlage für eine weitere Zusammenarbeit der beiden Länder im Agrarbereich.









