Die Chicagoer Mais-Futures fielen diese Woche auf ein Kontrakttief, während die Sojabohnen-Futures für November nahe einem Fünfjahrestief lagen, getrieben von der Erwartung einer Rekordernte in den Vereinigten Staaten am 17. Juli. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) prognostiziert für das Wirtschaftsjahr 2025/26 einen starken Anstieg der Maisendbestände und einen leichten Rückgang der Sojabohnenbestände, was die aktuelle Marktdynamik beeinflussen wird.

Die Mais-Futures für Dezember lagen in diesem Monat durchschnittlich bei 4,21 US-Dollar pro Scheffel und damit leicht über dem Vorjahreswert von 4,12 US-Dollar. Inflationsbereinigt handelt es sich jedoch um den niedrigsten Preis für einen Juli seit 2006. Ähnlich verhält es sich mit den Sojabohnen-Futures für November, die durchschnittlich 10,20 US-Dollar pro Scheffel kosteten – der niedrigste Preis für einen Juli seit 2006. Diese Rückgänge spiegeln einen Rückgang der Maispreise um 30 % seit Mitte 2022 wider, obwohl die Produktionskosten nominal nur um 3 % und inflationsbereinigt um 11 % gesunken sind. US-Landwirte stehen vor Herausforderungen, da die Inputkosten im Verhältnis zu diesen niedrigen Rohstoffpreisen weiterhin hoch sind.
Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) prognostiziert für die Maisendbestände in den USA einen Anstieg um 24 % auf 1,66 Milliarden Scheffel im Jahr 2025/26, verglichen mit einem Rückgang um 24 % im Jahr 2024/25 (bis 31. August). Die Marktstimmung deutet jedoch darauf hin, dass die Bestände aufgrund des hohen Ertragspotenzials 2 Milliarden Scheffel erreichen könnten, was den Preisdruck weiter erhöhen würde. Für Sojabohnen prognostiziert das USDA für die Saison 2025/26 einen Rückgang der Endbestände um 11 % auf 310 Millionen Scheffel. Dies könnte die Preise stützen, falls das Wetter im August die Erträge negativ beeinflusst.









