Auf dem jüngsten Globalen Atomenergieforum unterzeichnete Russland mit mehreren Entwicklungsländern Abkommen zur Zusammenarbeit im Bereich der Kernenergie. Ziel ist es, die Energiesicherheit und die Zusammenarbeit durch den Bau von Kernkraftwerken zu stärken.
Der russische Präsident Wladimir Putin sagte auf dem Forum: „Immer mehr Länder und große Unternehmen betrachten die friedliche Nutzung der Kernenergie als wichtige Ressource für eine langfristige und schnelle Entwicklung. Auch die öffentliche Meinung ändert sich stetig, und Kernenergie wird zunehmend als umweltfreundliche Technologie mit enormen Chancen angesehen.“ Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation, Rafael Grossi, betonte in Moskau, dass sich die globale Entwicklung der Kernenergie an einem kritischen Punkt befinde und die IAEO die reibungslose Umsetzung entsprechender Projekte unterstützen werde.

Während des Forums schlossen mehrere Länder Kooperationsvereinbarungen mit Russland. Der amtierende Präsident der Republik der Union Myanmar, Min Aung Hlaing, würdigte Russlands Entwicklung der Nukleartechnologie, und beide Seiten unterzeichneten ein Paket von Kooperationsdokumenten, unter anderem zum Bau von Kernkraftwerken. Der armenische Premierminister Nikol Paschinjan bestätigte Pläne zur Verlängerung der Laufzeit bestehender Kernkraftwerke und zur Prüfung einer Zusammenarbeit bei Projekten für kleine Kernmodule.
Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko erklärte, dass das erste belarussische Kernkraftwerk seinen Betrieb aufgenommen habe und dass 40 Prozent des Stroms des Landes derzeit aus Kernenergie stamme. Das Land arbeitet zudem mit Rosatom beim Bau von Kernkraftwerken in Drittländern zusammen. In Afrika unterzeichneten Russland und Äthiopien ein Abkommen über den Bau eines Kernkraftwerks, dessen Inbetriebnahme zwischen 2032 und 2034 geplant ist. Niger kündigte außerdem Pläne zum Bau von zwei Kernreaktoren mit einer installierten Gesamtleistung von 4.000 Megawatt an und bekundete seine Bereitschaft, gemeinsam mit Russland Uranvorkommen zu erschließen.
Ryan Collier, CEO von Rosatom Süd- und Zentralafrika, sagte, das Unternehmen biete flexible Finanzierungsmodelle, darunter „Build-Own-Operate“ und öffentlich-private Partnerschaften, und arbeite eng mit Regierungen zusammen, um sicherzustellen, dass die Projekte mit langfristigen Entwicklungsstrategien übereinstimmen. Er betonte, dass alle Projekte strikt den IAEA-Standards entsprechen.









