Australiens neueste LNG-Exportanlage hat offiziell den Betrieb aufgenommen, wobei die erste Flüssigerdgastladung vom Barossa-Projekt von Santos im Northern Territory verschifft wurde. Dieser Meilenstein markiert eine weitere Steigerung der Energieexportkapazität des Landes und bietet neue Unterstützung für die regionale Energieversorgung.

Das Barossa-Projekt mit einer Jahreskapazität von 3,6 Millionen Tonnen wird Erdgasressourcen an das Darwin LNG-Werk liefern. Das Projekt wurde innerhalb des Budgets fertiggestellt, verzögerte sich jedoch aufgrund von Wetterbedingungen und Lieferkettenproblemen um etwa ein halbes Jahr gegenüber dem geplanten Zeitplan. Kevin Gallagher, CEO von Santos, erklärte: „Barossa ist ein Projekt von nationaler Bedeutung, das unseren regionalen Handelspartnern zuverlässige Energie liefern und für die kommenden Jahrzehnte Tausende von Arbeitsplätzen in Australien sichern wird.“
Das Projekt hat langfristige Abnahmeverträge mit den japanischen Versorgungsunternehmen JERA und Tokyo Gas unterzeichnet. Gemäß den Vereinbarungen wird JERA jährlich 1,5 Millionen Tonnen LNG beziehen, während Tokyo Gas jährlich 1 Million Tonnen beziehen wird – beide Verträge haben eine Laufzeit von 10 Jahren. In Bezug auf die Eigentümerstruktur hält Santos eine 50-prozentige Beteiligung am Barossa-Projekt, SK E&S aus Südkorea hält 37,5 Prozent und JERA aus Japan hält 12,5 Prozent.
Das Barossa-Gasfeld liegt in der Timorsee, etwa 300 Kilometer nördlich von Darwin. Das geförderte Gas wird über eine spezielle Pipeline zum Darwin LNG-Werk transportiert, das seit 2006 in Betrieb ist und bisher mit unzureichenden Erdgasrohstofflieferungen zu kämpfen hatte. Das Darwin LNG-Werk ist im gemeinsamen Besitz mehrerer Unternehmen, darunter Santos, SK E&S, INPEX, Eni, Tokyo Gas und JERA.
Santos wies darauf hin, dass das Barossa-Projekt während der Bauphase mehr als 5.000 Arbeitsplätze geschaffen hat und in der Betriebsphase weiterhin etwa 2.000 Arbeitsplätze unterstützen wird. Die Anlagen des Projekts umfassen eine Floating Production Storage and Offloading (FPSO)-Einheit, Unterwasserproduktionsbohrungen und eine Gasexportpipeline nach Darwin. Mit dem fortlaufenden Betrieb des Barossa-LNG-Projekts werden langfristige Vorteile für die australische Energiebranche und die regionale Wirtschaft erwartet.









