Die Regierung des Bundesstaates Jigawa hat kürzlich eine Joint-Venture-Vereinbarung mit Tesni Energy Nigeria Ltd. und der Beijing Leda Green Energy Engineering Company unterzeichnet, um im Staat eine Solarmodul-Montagefabrik mit einer Jahreskapazität von 100 Megawatt zu errichten. Die Vereinbarung wurde am Freitag im Government House in Dutse offiziell unterzeichnet, wobei Mitglieder des Exekutivrats des Staates sowie Vertreter der Partnerunternehmen gemeinsam an der Zeremonie teilnahmen.
Gouverneur Malam Umar Namadi erklärte bei der Zeremonie: „Dieses Projekt für eine Solarmodul-Montagefabrik ist ein wesentlicher Teil unserer langfristigen Industrie- und Energiestrategie für den Staat.“ Er wies darauf hin, dass die Einrichtung nicht nur das im Staat geplante 100-MW-Solarenergieprojekt unterstützen, sondern auch kommerziellen und strategischen Wert haben werde. Neben der Montage von Solarmodulen werde die Fabrik auch zugehörige Komponenten wie Solar-Bewässerungspumpen produzieren.
Der Leiter des Pekinger Teams von Tesni/Leda Green Energy, Ingenieur Bashir Ishaq, sagte: „Dies ist das erste Projekt dieser Art im Norden Nigerias und eines der ersten im Land, das diese Technologie einsetzt.“ Er verriet, dass die Solarmodul-Montagefabrik eine lokalisierte Produktion von Rohmaterialien bis hin zu Fertigprodukten ermöglichen und Jigawa damit zur ersten Region Nigerias mit einer vollständigen Produktionskette machen werde. Machbarkeitsstudien und Umweltverträglichkeitsprüfungen für das Projekt seien bereits abgeschlossen.
Ingenieur Ishaq fügte hinzu, dass die Solarmodul-Montagefabrik nach ihrer Inbetriebnahme voraussichtlich die Produktionskosten um 50 bis 60 Prozent senken und damit die Kosten für den Einsatz von Solarenergie deutlich reduzieren werde. Die Gesamtinvestition für das Projekt belaufe sich auf über 5 Millionen US-Dollar und werde von den beiden Unternehmen im Rahmen des Joint Ventures vorangetrieben. Die Fabrik sei als halbautomatische Anlage konzipiert, die automatische Prozesse mit manuellen Operationen kombiniere, um die Effizienz zu steigern und gleichzeitig Arbeitsplätze für junge Menschen vor Ort zu schaffen.
Der Beauftragte für Energie und erneuerbare Energien des Bundesstaates Jigawa, Ingenieur Surajo Musa, wies darauf hin, dass das Projekt mit der Reformrichtung der Bundesregierung für den Stromsektor übereinstimme, die es den Bundesstaaten erlaube, direkt an der Stromerzeugung und dem Bau damit verbundener Infrastruktur teilzunehmen. Er erklärte: „Jigawa ist einer der ersten Bundesstaaten im Norden Nigerias, der das ‚Electricity Act‘ lokal umgesetzt und einen kommunalen Stromrahmen geschaffen hat. Die hohe Sonneneinstrahlung vor Ort bietet zudem günstige Bedingungen für die Solarenergieentwicklung.“









