Die senegalesische nationale Stromgesellschaft Senelec hat kürzlich eine Ausschreibung für Solarenergie mit einer Gesamtkapazität von 500 Megawatt gestartet. Ziel ist es, die Photovoltaik-Kapazität zu erhöhen und die Umstellung auf saubere Energie voranzutreiben. Die Ausschreibung folgt dem Modell Engineering, Procurement und Financing, um internationale Entwickler anzuziehen und die Optimierung der Energieversorgungsstruktur des Landes zu unterstützen.
Die Ausschreibung umfasst zwei Projekte: ein 200-MW-Kraftwerk in Linguère und eine 300-MW-Anlage in Kolda. Diese Projekte werden mit einem Batteriespeichersystem von 100 MW und 400 MWh integriert, um das Problem der Unterbrechungen bei der Solarenergie zu lösen und die Stabilität und Zuverlässigkeit des Stromnetzes zu verbessern. Durch die Integration von Speichern können die Photovoltaik-Kraftwerke auch nach Sonnenuntergang Strom in das Netz einspeisen und so die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern. Die Entwickler müssen die Bauarbeiten innerhalb von 24 Monaten nach Vertragserteilung abschließen. Das Angebotsfristende ist der 22. April 2026.
Diese Ausschreibung ist Teil des nationalen Energiepakts des Senegal, dessen Ziele unter anderem der universelle Zugang zu Strom bis 2029 und ein Anteil von 40 % erneuerbarer Energien bis 2030 umfassen. Derzeit haben fossile Brennstoffe immer noch einen hohen Anteil an der Stromversorgungsstruktur des Senegal. Die Umsetzung von groß angelegten Solarprojekten wird dazu beitragen, die Energiequellenstruktur zu optimieren und die Stromkosten zu senken. Gleichzeitig wird die Einführung von Speichersystemen dem Netz die Fähigkeit zur Lastspitzenabdeckung bieten und die Integration weiterer volatiler erneuerbarer Energien unterstützen.
Es wird erwartet, dass diese Solarausschreibung die Aufmerksamkeit internationaler Investoren auf sich zieht und dem Senegal neben einer sauberen Stromversorgung auch lokale Arbeitsplätze schafft. Nach der Inbetriebnahme der Projekte werden die Treibhausgasemissionen reduziert, was den Senegal beim Aufbau eines nachhaltigen Energiesystems unterstützt und seine Position im Bereich der erneuerbaren Energien in Westafrika festigt. Angesichts des wachsenden Energiebedarfs in der westafrikanischen Region könnten ähnliche Photovoltaik-plus-Speicher-Projekte zu einem wichtigen Weg für die regionale Energiewende werden.









