ExxonMobil hat in Zusammenarbeit mit Halliburton erfolgreich ein vollautomatisches geologisches Bohrlochsystem in den Tiefseegebieten vor Guyana und Australien eingesetzt. Das System integriert drei technologische Plattformen: die LOGIX-Orchestrierungsplattform, den EarthStar Ultra-Deep-Resistivity-Service und die DrillTronics-Automatisierungssteuerung. Es ermöglicht autonome Entscheidungsfindung ohne menschliches Eingreifen und verbessert so die Bohrgenauigkeit und -effizienz.
In der Tiefseeumgebung zeigte das System signifikante Leistungsverbesserungen, darunter eine Reduzierung der Ein- und Ausziehvorgänge um 33 % und eine Beschleunigung des Fortschritts um 15 %. Da die Tagessätze für Bohrinseln über 500.000 US-Dollar liegen können, senkt dies direkt die Betriebskosten. Das autonome Bohrlochsystem komprimiert durch Echtzeit-Geoanalyse und mechanische Anpassungen die Entscheidungsverzögerung von traditionellen Minuten- auf Millisekundenebene und verbessert so die Einsatzfähigkeit in komplexen geologischen Strukturen und hochwertigen Lagerstätten.
Das Automatisierungssystem verändert den Arbeitskräftebedarf: Bohrmannschaften wechseln zur Systemüberwachung und -wartung. Gleichzeitig reduziert es menschliche Fehler und erhöht Sicherheit und Zuverlässigkeit. In Zukunft könnte das System maschinelles Lernen integrieren, sich auf Onshore-Anwendungen ausweiten und mit digitalen Ölfeldplattformen kombiniert werden, um Produktionsstrategien zu optimieren.
Die Einführung von ExxonMobils vollautomatischem geologischem Bohrlochsystem legt den Grundstein für die Branchenautomatisierung und demonstriert deren kommerzielle Machbarkeit. Mit fortschreitender Technologie könnte autonomes Bohren zur Standardpraxis werden und die wirtschaftliche Leistung sowie das Betriebsrisiko der globalen Energieentwicklung verbessern.









