WāstAway: Cellulator-Technologie wandelt 85 % des Hausmülls in 30 Minuten in Biokraftstoff um
2026-04-03 13:46
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de.wedoany.com-Bericht: Das Unternehmen WāstAway aus Tennessee, USA, hat kürzlich bekannt gegeben, dass sein System zur Kraftstofferzeugung aus Abfall etwa 85 % des Hausmülls innerhalb von 30 Minuten in festen Biokraftstoff umwandeln kann. Die derzeit in Morrison betriebene Demonstrationsanlage des Unternehmens hat eine Verarbeitungskapazität von 2,5 Tonnen pro Stunde. Das neue modulare System kann auf 10 bis 50 Tonnen pro Stunde erweitert werden, was einer Tagesverarbeitungskapazität von 200 bis 800 Tonnen entspricht. Kern der Enthüllung ist die patentierte Cellulator-Vorrichtung, deren Ziel es ist, kommunale Feststoffabfälle von einer Entsorgungslast in einen Energierohstoff zu verwandeln.

Der Schlüssel zu diesem Ansatz liegt in der Sortierung und anschließenden thermischen Druckumwandlung. Zuerst trennt WāstAway Metalle, Glas und hochwertige Kunststoffe vom Abfall, um mehr material für die Energieumwandlung zu erhalten. Laut dem Unternehmen bestehen etwa 70 % eines durchschnittlichen Müllsacks aus Zellulose. Nach der Sortierung beträgt der Zelluloseanteil des verbleibenden Materials etwa 80 %. Dieses wird dann in einen Druckdampfbehälter bei 350 Grad Fahrenheit (etwa 177 °C) gegeben, um ein homogenisiertes Material namens Cellulate zu erzeugen. Dieses kann als Rohstoff für erneuerbares Erdgas dienen oder zu festem Biokraftstoff verarbeitet werden. Der Heizwert des Kraftstoffs liegt stabil zwischen 8500 und 9500 britischen Wärmeeinheiten (BTU) und bleibt während der Lagerung inert.

Im Vergleich zu den bei herkömmlichen aus Abfall gewonnenen Kraftstoffen üblichen Chargenprozessen und Schwankungen im Heizwert betont WāstAway, dass sein System kontinuierlich betrieben werden kann. Vom Einwurf des Abfalls in den Aufnahmebereich bis zur Einstufung als nicht mehr kommunaler Feststoffabfall dauert es nur 30 Minuten. Das Unternehmen gibt an, dass konventionelle Recyclinganlagen typischerweise eine Kraftstoffausbeute von 30 % bis 35 % erzielen, während sein System 85 % des gesamten Inputs und 98 % der organischen Stoffe als Kraftstoff erhalten kann. Die Anlage in Morrison ist seit über 20 Jahren in Betrieb und dient nun als Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsplattform.

Der kommerzielle Rhythmus hat ebenfalls begonnen. Das Unternehmen erklärt, dass derzeit sechs Projekte in Arbeit sind, mit zwölf weiteren in der Pipeline. In den nächsten zwei Jahren soll der Maßstab vergrößert werden, und innerhalb der nächsten fünf Jahre sind mehr als sechs Anlagen geplant. Das Modell besteht darin, Projekte für kommunale Kunden zu finanzieren, zu bauen und zu betreiben. Die Einnahmen stammen aus Abfallentsorgungsgebühren, dem Verkauf von recycelbaren Materialien und dem Energieverkauf. Bei der Umwandlung in erneuerbares Erdgas können zudem die höherwertigen D3-Credits erzielt werden. Da für Januar 2026 ein viertes Jahr in Folge mit steigendem US-Energiebedarf gerechnet wird, bewegen sich solche Technologien zur Energiegewinnung aus Abfall von der Demonstrationsphase hin zur Skalierung und Umsetzung.

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