Spanien treibt Strategie für rollende Landstraßen voran und plant Investitionen von 8,4 Milliarden Euro bis 2030 für die Modernisierung des Frachtnetzes
2026-04-09 09:43
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de.wedoany.com-Bericht: Seit der Einführung des Standardspur-Rollenden-Landstraßen-(RoLa)-Dienstes im Februar 2019 treibt Spanien die Modernisierung seines Frachtverkehrsmodells beschleunigt voran. Als Kernbestandteil der spanischen „Strategie für sichere, nachhaltige und vernetzte Mobilität 2030“ und der „Mercancías 30“-Initiative plant das Land, bis 2030 rund 8,44 Milliarden Euro zu investieren, um durch Terminalmodernisierung, Infrastrukturausbau und Digitalisierung den Anteil des Schienengüterverkehrs deutlich zu erhöhen und ein effizienteres kombiniertes Straßen-Schienen-Logistiksystem aufzubauen.

Analysen des Ministeriums für Verkehr und nachhaltige Mobilität zeigen, dass rollende Landstraßen bei internationalen Frachtströmen die besten Ergebnisse erzielen, wobei insbesondere die Routen nach Frankreich und Mitteleuropa am profitabelsten sind. Die Baskenregion und die Mittelmeerachse haben sich zu den wichtigsten Abfahrtsdrehscheiben entwickelt. Für den nationalen Dienst ist dieses Modell hauptsächlich auf multimodale Knotenpunkte mit Entfernungen über 500 Kilometer angewiesen und konzentriert sich auf die Abwicklung von Hafencontainern für den schweren Roll-on/Roll-off-Verkehr. Auf europäischer Ebene verbindet der Atlantikkorridor Júndiz mit Irún an der französischen Grenze, während der Mittelmeerkorridor durch Süd- und Ostspanien verläuft.

Im Bereich der Infrastrukturmodernisierung hat Spanien sieben Meterspurstrecken identifiziert, mit Gesamtkosten von über 384 Millionen Euro, die wichtige Abschnitte wie Valencia-Madrid und Algeciras-Madrid-Zaragoza umfassen. Um diesen Wandel zu unterstützen, nutzt Spanien europäische Instrumente wie den Aufbau- und Resilienzfonds, um sicherzustellen, dass zwischen 2021 und 2030 mindestens 445 Millionen Euro bereitstehen. Diese Mittel werden für die Anpassung der Spurweiten, die Einführung spezieller Güterwagen, den Bau von Be- und Entlade-Terminals sowie die Ertüchtigung von Strecken für Züge mit einer Länge von bis zu 750 Metern verwendet.

Im vergangenen Jahr hat Adif (die spanische Eisenbahninfrastrukturbehörde) ihre Investitionen in Schienengüterverkehrskorridore verstärkt. So wurden beispielsweise für den Korridor Algeciras-Madrid-Zaragoza rund 11,3 Millionen Euro für die Modernisierung von acht Bahnhöfen bereitgestellt. Darüber hinaus treibt Adif den Aufbau eines strategischen Logistikterminalnetzes voran, von dem voraussichtlich 6 der 7 Hauptterminals bis 2026 in Betrieb gehen werden. Diese Reihe von Projekten mit einem Gesamtwert von über 500 Millionen Euro umfasst die Verlängerung von Nebengleisen und die Installation von Ladeeinrichtungen. Sie zielen darauf ab, durch die Bereitstellung einer nachhaltigen Alternative für den Langstreckentransport die Logistikkosten zu senken und die Effizienz der Lieferkette zu steigern.

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