de.wedoany.com-Bericht: Am 10. April 2026 gab das estnische Infrastrukturministerium bekannt, dass die polnische CRIST-Werft als Entwurfs- und Bauunternehmen für seine neue Generation von Inselfähren ausgewählt wurde. Der Vertrag hat einen Gesamtwert von 49,93 Millionen Euro (etwa 58,53 Millionen US-Dollar), wobei die Finanzierung aus dem EU-Modernisierungsfonds (28 Millionen Euro) und den Einnahmen aus estnischen CO2-Emissionszertifikaten erfolgt.
Gemäß der Vereinbarung soll die neue Ro-Pax-Fähre (Roll-on/Roll-off-Passagier- und Frachtfähre) bis Ende 2028 ausgeliefert werden. Sie wird hauptsächlich das seit vielen Jahren im Einsatz befindliche Ersatzschiff „Regula“ ersetzen und die Verbindung zwischen dem estnischen Festland und den Inseln Saaremaa und Hiiumaa sicherstellen. Das Schiff ist für 380 Passagiere ausgelegt und kann 110 Pkw oder 8 Schwerlastwagen laden. Technisch wird das neue Schiff ein emissionsfreies Batterie-Antriebssystem als Hauptenergiequelle für den Antrieb nutzen, unterstützt von Biodiesel-Generatoren als Notstromversorgung. Seine Energieeffizienz soll voraussichtlich um mehr als 66 % höher liegen als bei den derzeitigen Referenzschiffen.
Der estnische Infrastrukturminister Kuldar Leis bestätigte, dass das ausgewählte Angebot nach drei Runden eines wettbewerblichen Dialogs ermittelt wurde und die aktuellen Kostenfluktuationen auf dem Schiffbaumarkt widerspiegelt. Zuvor hatte die Regierung das Projektbudget auf 41,9 Millionen Euro festgelegt, doch aufgrund gestiegener Preise für globale Schiffbaumaterialien und Mikrochips wurde der endgültige Vertragswert nach oben angepasst.
Derzeit prüft die estnische Staatsflotte (State Fleet) die Qualifikation des ausgewählten Anbieters in einem abschließenden Genehmigungsverfahren. Gemäß dem gesetzlichen Verfahren wird der Vertrag nach Ablauf einer 10-tägigen Bekanntmachungsfrist offiziell unterzeichnet. Diese Kapitalmaßnahme ist ein zentraler Schritt in der grünen Transformation der estnischen Schifffahrt. Durch die Einführung von hybridfähigen Schiffen mit Eisfahrtauglichkeit soll die Stabilität des Inselverkehrs auch bei extremen Wetterbedingungen gewährleistet werden.
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