Equinix investiert 460 Millionen Euro in den Ausbau seines Rechenzentrum-Campus in Alcobendas, Spanien
2026-05-26 14:18
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de.wedoany.com-Bericht: Kürzlich hat Equinix eine neue Rechenzentrumseinrichtung in Alcobendas in der Autonomen Gemeinschaft Madrid in Spanien in Betrieb genommen. Die Regionalregierung von Madrid gab bekannt, dass das Unternehmen in Alcobendas zwei neue Datenverarbeitungszentren in Betrieb genommen hat; die offizielle Pressemitteilung von Equinix hebt insbesondere das neu errichtete International Business Exchange-Rechenzentrum MD5 hervor, wobei sich die Gesamtinvestition für den Campus auf 460 Millionen Euro beläuft.

Diese Investition stärkt vor allem die Position Madrids als zentraler Vernetzungsknotenpunkt für die digitale Infrastruktur in Südeuropa und nicht nur die zusätzliche Rechenzentrumsfläche. Der Campus Alcobendas im Norden Madrids hat sich zu einem wichtigen Knotenpunkt im digitalen Ökosystem von Equinix in Spanien entwickelt. Die neue MD5-Einrichtung ist an das bestehende Ökosystem von Equinix in Madrid angebunden, das bereits von über 225 Unternehmen für Netzwerk- und Konnektivitätsdienste genutzt wird und Zugang zu den Netzwerkressourcen von mehr als 70 Anbietern bietet. Für Unternehmenskunden liegt der Wert eines Rechenzentrums nicht nur im Server-Hosting, sondern auch in der Möglichkeit, Cloud-Anbieter, Netzbetreiber, Partner und Kundensysteme mit geringer Latenz, sicher und direkt zu verbinden. Mit der Migration von Unternehmens-IT-Architekturen hin zu Hybrid Cloud, Multi-Cloud und KI-Workloads werden hochgradig vernetzte Campusse wie in Madrid eine größere Rolle bei Cloud-Zugang, Datenaustausch, Disaster Recovery, Edge Computing und der Sicherstellung der Geschäftskontinuität über Regionen hinweg übernehmen.

Die neue MD5-Einrichtung bietet über 4.400 Quadratmeter Colocation-Fläche und ist für geschäftskritische Umgebungen und Umgebungen mit hoher Leistungsdichte ausgelegt. Equinix gibt an, dass die Anlage über eine N+1-Redundanz für Strom und Kühlung verfügt, die Notstromgeneratoren in 5+1-Konfiguration ausgelegt sind und biometrische Zugangskontrollen sowie eine kontinuierliche Sicherheitsüberwachung vorhanden sind, mit einer angestrebten Verfügbarkeit von über 99,999 %.

Die Autonome Gemeinschaft Madrid betrachtet Rechenzentren zunehmend als digitale Wirtschaftsinfrastruktur und nicht als reine Immobilienprojekte. Aus Unterlagen der Regionalregierung geht hervor, dass die beiden nun in Alcobendas in Betrieb genommenen Datenverarbeitungszentren Teil der früheren Investitionszusage von Equinix in Höhe von 460 Millionen Euro gegenüber der Region Madrid sind. Die Region verfügt derzeit über 40 Rechenzentren in Betrieb, 15 Projekte im Bau und mehr als 40 geplante Projekte mit einer geplanten Gesamtleistung von über 3.100 Megawatt. Für Spanien können Rechenzentrumscluster den Bedarf in den Bereichen KI, Cloud Computing, Internet der Dinge, 5G, Finanzdienstleistungen, Büroinfrastruktur internationaler Unternehmen und Digitalisierung des öffentlichen Sektors bedienen und zudem begleitende Industriezweige wie Stromversorgung, Kühlung, Gebäudeautomation, Sicherheit, Netzwerkanbindung und professionellen Betrieb fördern. Equinix verweist zudem auf eine Studie von KPMG, wonach das Unternehmen zwischen 2024 und 2027 einen zusätzlichen Beitrag von 285 Millionen Euro zur spanischen Wirtschaft leisten und über 310 direkte Arbeitsplätze sowie 750.000 jährliche indirekte Arbeitsplätze entlang der Wertschöpfungskette sichern wird.

Nachhaltiger Betrieb ist ebenfalls eine wichtige Voraussetzung für diese Erweiterung. Equinix gibt an, in Madrid und Barcelona insgesamt 8 Rechenzentren zu betreiben und in Spanien über 300 Kunden zu haben, von denen 65 % ihren Hauptsitz vor Ort haben. Alle Einrichtungen werden zu 100 % mit erneuerbarer Energie versorgt. Auch MD5 ist nach nachhaltigen Standards konzipiert und strebt bis 2027 eine LEED-Zertifizierung sowie Zertifizierungen nach ISO 14001, ISO 50001 und weiteren relevanten Standards an.

Zu den weiteren Projektschritten gehören der Kundeneinzug in MD5, die Erweiterung des Vernetzungsökosystems des Campus, die Anbindung von hochdichten KI- und Hybrid-Cloud-Workloads, die langfristige Betriebsleistung der Energie- und Kühlsysteme sowie die Frage, ob die weiteren Einrichtungen auf dem Campus Alcobendas weiter ausgebaut werden. Zum jetzigen Zeitpunkt lässt sich bestätigen, dass Equinix in Alcobendas neue Rechenzentrumseinrichtungen in Betrieb genommen hat und die Investition für den Campus 460 Millionen Euro beträgt. Öffentlich zugängliche Informationen enthalten keine Angaben zu neuen Kundenlisten, zur Anmietungsgröße einzelner Kunden, zur Serverkapazität oder zu einem vollständigen Zeitplan für weitere Gebäude. Daher sollte nicht spekulativ von bereits gesicherten zusätzlichen Einnahmen oder KI-Rechenaufträgen ausgegangen werden.

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