Anker Innovation stellt den Computing-in-Memory-AI-Chip „Thus“ vor – KI-Spitzenrechenleistung um das 150-fache höher als bei herkömmlichen Bluetooth-Chips
2026-04-23 15:44
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de.wedoany.com-Bericht: Anker Innovation veranstaltete am 22. April in Shenzhen ein Technologiekommunikationstreffen mit dem Thema „On-Device-Intelligenz: Extremes Computing, trifft die Zukunft“ und stellte offiziell seinen ersten neuronalen Netzwerk-Computing-in-Memory-AI-Audiochip Thus™ vor. Der Chip basiert auf NOR-Flash-Technologie, unterstützt nativ Modelle mit 4 Millionen Parametern und erzielte in internen Labortests eine bis zu 150-fache Steigerung der KI-Spitzenrechenleistung im Vergleich zu herkömmlichen Bluetooth-Kopfhörerchips. Yang Meng, Gründer und CEO von Anker Innovation, sagte auf der Veranstaltung: „Wir sind zum ersten Prinzip zurückgekehrt, um den entscheidenden Durchbruch in der Struktur zu finden. Wir haben alles getan, um diesen Weg zu gehen und extreme Innovation zu verwirklichen.“

Der Thus-Chip durchbricht mit seiner Computing-in-Memory-Architektur vollständig die Grenzen des traditionellen Von-Neumann-Berechnungsmodells. In herkömmlichen Chiparchitekturen sind Modellparameter im Speicher gespeichert, und bei jeder Inferenz müssen Daten häufig zwischen Prozessor und Speicher hin- und hertransportiert werden – ein Prozess, der über 90 % der Systemenergie verbraucht. Die Computing-in-Memory-Architektur integriert die Berechnung direkt in die Speichereinheiten, sodass Modellparameter nicht bewegt werden müssen. Dadurch wird die Energie, die bisher verbraucht wurde, für effektive Berechnungen freigesetzt, was auf grundlegender Ebene sowohl die Rechenleistung als auch die Energieeffizienz sprunghaft steigert. In einem Interview mit The Verge verglich Yang Meng die traditionelle Architektur mit „Ehepartnern, die an gegenüberliegenden Ufern eines Flusses wohnen“ und betonte, dass Thus‘ Design „die Berechnung direkt dorthin bringt, wo das Modell wohnt – das Modell muss nie mehr umziehen“. Dank dieser Architektur kann der Thus-Chip Modelle mit Millionen von Parametern tragen und die lokale Rechenleistung bei ähnlichem Volumen und Stromverbrauch deutlich steigern.

Geräuschunterdrückung bei Anrufen ist das erste dringende Anwendungsszenario, das der Thus-Chip erfolgreich bewältigt. Die Geräuschunterdrückung bei herkömmlichen Kopfhörern stützt sich auf kleine lokale neuronale Netze, die in der Regel nur einige hunderttausend Parameter haben. In lauten Umgebungen ist es schwierig, die menschliche Stimme präzise von Störgeräuschen zu trennen, was oft zu erheblichem Durchsickern von Umgebungsgeräuschen oder starker Verzerrung und Komprimierung der Stimme führt. Der Thus-Chip arbeitet mit acht MEMS-Mikrofonen und zwei Knochenleitungssensoren zusammen und bildet ein dreidimensionales akustisches Wahrnehmungssystem, das in lauten Umgebungen von etwa 100 dB präzise Störgeräusche herausfiltern und eine klare menschliche Stimme erhalten kann. Laut Produktinformationen werden die ersten Soundcore-Flaggschiff-Kopfhörer mit dem Thus-Chip voraussichtlich das Liberty 5 Pro Max und das Liberty 5 Pro sein, die für 229,99 US-Dollar bzw. 169,99 US-Dollar angeboten werden. Vollständige Produktinformationen werden am 21. Mai auf der Anker-Day-Veranstaltung bekannt gegeben.

Thus ist nicht nur ein einzelner Chip, sondern eine von Anker geplante dreijährige Chiptechnologieplattform. Das Produkt der ersten Generation wurde im Co-Entwicklungsmodell realisiert, und die Entwicklung des nächsten vollständig eigenentwickelten Chips ist bereits offiziell angelaufen. Der Name ist von „Thus have I heard“ („So habe ich gehört“) abgeleitet und symbolisiert die Rückkehr zum Wesen der Berechnung. Ein Bericht des deutschen Portals ComputerBase zeigt, dass der Thus-Chip in Dresden, Deutschland, produziert werden soll; der Fertigungspartner wurde nicht offengelegt. Anker gab gleichzeitig seine Pläne für große On-Device-KI-Modelle und eine dreistufige Roadmap für Embodied Intelligence bekannt: Haushaltsroboter werden in flach bewegliche Formen (Staubsaugerroboter, intelligente Rasenmäher, bereits in Massenproduktion), dreidimensional bewegliche Formen (Sicherheitsroboterhund, voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte oder nächstes Jahr) und die von humanoiden Robotern dominierte dreidimensionale Manipulationsphase eingeteilt.

Die strategische Transformation vom Zubehörlieferanten zum KI-Infrastrukturanbieter ist die tiefere Logik hinter Ankers Einführung des Thus-Chips. Anker wurde 2011 vom ehemaligen Google-Ingenieur Yang Meng gegründet. Die Kernproduktkategorien umfassen Ladegeräte, Datenkabel, Kopfhörer usw., wobei die Produkte für geringe Stückgewinnmargen und fragmentierte SKUs bekannt sind. Cloud-KI-Lösungen leiden bei kleinen Endgeräten wie Kopfhörern unter drei schwerwiegenden Nachteilen: Latenz, Stromverbrauch und Datenschutz. Wenn Thus jedoch lokale KI-Fähigkeiten in der räumlich beengtesten Kategorie, den Kopfhörern, erfolgreich umsetzen kann, kann dies auf Lautsprecher, Smart-Home-Geräte und sogar Fahrzeugszenarien übertragen werden. In einem Medieninterview nach der Produkteinführung erklärte Yang Meng deutlich, dass der Thus-Chip der erste Schritt zur Plattformbildung von Ankers KI-Fähigkeiten sei und später auf mobile Zubehör- und IoT-Produktlinien ausgeweitet werde. Die nordamerikanische Sicherheitsmarke eufy hat bereits über 16 Millionen Haushalte bedient. On-Device-KI-Modelle können Datenschutz und niedrige Latenz ohne Abhängigkeit von der Cloud gewährleisten. Die Energieeffizienzvorteile des Thus-Chips bieten die Rechenleistungsgrundlage für diese Vision.

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