Drastischer Rückgang der Bastardmakrelen-Fänge in der chilenischen Region Bío-Bío – 80 Prozent der Flotte liegen still
2026-05-14 15:14
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de.wedoany.com-Bericht: Im Februar dieses Jahres schlugen die Schiffe der Fischereiunternehmen in der Region Bío-Bío erstmals Alarm, da die traditionellen Fanggründe der Bastardmakrele nur spärliche Fischschwärme aufwiesen und der Anteil untermaßiger Individuen höher als üblich war. Dieses Phänomen besserte sich zeitweise, „aber die Realität ist, dass unsere Fänge bisher nur die Hälfte des normalen Niveaus erreichen, und trotz intensiver Fahrten und Suche hat sich die Lage nicht verbessert", erklärt Macarena Cepeda Godoy, Präsidentin des Industriellen Fischerverbands von Bío-Bío.

Die Branche schätzt, dass die verfügbaren ozeanografischen und klimatischen Informationen äußerst komplex sind, denn obwohl die kalte Jahreszeit (Herbst und Winter) begonnen hat, zeigt das Meerwasser Anomalien in Form erhöhter Temperaturen, die für Bastardmakrelen, welche kühlere Wassertemperaturen bevorzugen, ungeeignet oder „ungünstig" sind. „Einfach ausgedrückt: Wir finden sie nicht. Die Besatzungen sind erfahren, haben Hunderte von Stunden und Tausende von Seemeilen zurückgelegt, aber die Schwärme sind nicht da. Wir haben zwar einige Schwärme entdeckt, aber es handelte sich um kleine Größen (Jungfische) oder um eine starke Durchmischung von adulten und juvenilen Tieren, weshalb wir unsere Protokolle für gute Praxis aktiviert, die Fanggebiete verlassen und sogar die Flotte stillgelegt haben", so die Branchenvertreterin.

Derzeit liegen 80 Prozent der aus 38 Schiffen bestehenden Industrieflotte aufgrund der beschriebenen Situation in den Häfen. Die Unternehmen Camanchaca, Blumar, Landes und FoodCorp sowie das Nichtmitgliedsunternehmen Orizon haben jedoch am vergangenen Freitag einen Verband von acht Schiffen entsandt, um anhand der verfügbaren wissenschaftlichen Informationen einige „Suchrouten" zu entwerfen, die Ressource weiter zu suchen und die Verarbeitungsbetriebe mit Rohmaterial zu versorgen.

Die Präsidentin des Industriellen Fischerverbands von Bío-Bío berichtete, dass die Fänge der Branche bis dato 28 Prozent der Quote erreicht haben, während der Normalwert bei etwa 60 Prozent liegt. „Dieser Rückgang ist sehr signifikant, und die Unternehmen leiden unter dem Rohstoffmangel. Wir hoffen, dass sich diese Umweltbedingungen ändern, und vertrauen darauf, dass die Anstrengungen der Besatzungen und die wissenschaftliche Anleitung Früchte tragen werden und wir mit dem Fang beginnen können." Dennoch, so die Branchenvertreterin, würden die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen bald in der Region spürbar werden.

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