de.wedoany.com-Bericht: Der weltweit größte Hersteller von Biokraftstoffen, POET, hat in Zusammenarbeit mit Antora Energy an seiner Biokraftstoffanlage in Big Stone City, South Dakota, ein mehrstündiges Wärmespeichersystem mit einer Kapazität von 5 GWh in Betrieb genommen, das die Produktion von Biokraftstoffen mit Strom versorgt. Wie die beiden Unternehmen im Mai mitteilten, wurde das Projekt in weniger als 12 Monaten abgeschlossen und soll im Laufe dieses Jahres vollständig in Betrieb gehen. Die Anlage werde eine der größten Energiespeicheranlagen der Welt sein, so die Unternehmen.
Antora Energy liefert die Batterien aus seiner kürzlich erweiterten Megafabrik in San Jose, Kalifornien. Die Höhe der Investitionen wurde nicht bekannt gegeben, jedoch wurde darauf hingewiesen, dass das Projekt mehr als 300 Fertigungs- und Bauarbeitsplätze in Kalifornien und im ländlichen South Dakota geschaffen und unterstützt hat, sowie Arbeitsplätze in der Antora-Fabrik in San Jose, in der alle Wärmebatterien hergestellt werden.

Im Rahmen eines langfristigen Wärmeabnahmevertrags versorgt das Antora-System POET rund um die Uhr mit Energie. Die Anlage kann die Bioethanolproduktion steigern, was vor allem den Landwirten in South Dakota zugutekommt. Jeff Broin, Gründer und CEO von POET, erklärte, das Unternehmen sei bestrebt, der Welt erschwingliche, in den USA hergestellte Biokraftstoffe und Bioprodukte zu liefern. Durch Investitionen in die nächste Technologiegeneration führe man eine biologische Zukunft an, die von amerikanischer Energie angetrieben werde, und stärke so die nationale Sicherheit und die ländliche Wirtschaft.
Andrew Ponec, Mitbegründer und CEO von Antora Energy, sagte, dass Antora mit diesem Projekt POET schnell mit erschwinglicher Energie versorge. Diese Inbetriebnahme sei von großer Bedeutung für die Arbeiter, die diese Batterien entwerfen, bauen und installieren, sowie für die breitere US-amerikanische Fertigungsindustrie. Sie sei ein Beispiel für amerikanische Innovationskraft, die industrielle Wettbewerbsfähigkeit vorantreibe, wobei die heimische Lieferkette über ein Dutzend Bundesstaaten reiche und Arbeitsplätze von der Fabrikhalle bis zur Baustelle schaffe – und das alles mit der Geschwindigkeit, die nötig sei, um den steigenden Energiebedarf im Inland zu decken.
Der US-Senator für South Dakota, John Thune, ist der Ansicht, dass heimische Energie gut bezahlte Arbeitsplätze schaffe, landwirtschaftliche Erzeuger unterstütze und den Verbrauchern erschwingliche Optionen biete. Er freue sich auf die Vorteile, die diese Anlage den Erzeugern und Familien in South Dakota bringen werde.
Die australische Investmentgesellschaft Grok Ventures, der einzige externe Investor, stellte eine strukturierte Projektfinanzierung für das Projekt bereit. Ridhaa Ahmed, Leiter für Infrastruktur und Private Equity bei Grok Ventures, erklärte, Antora habe die Technologie und das Team entwickelt, die in der Lage seien, der US-amerikanischen Industrie in realem Maßstab erschwingliche und zuverlässige Energie zu liefern. Man sei von dieser Technologie, dem Team und der geschäftlichen Grundlage überzeugt und habe daher das Vertrauen, eine Finanzierungslösung zu entwerfen, die dem transformativen Charakter des Projekts gerecht werde. Die Geschäftslogik sei stark, die Chancen seien groß, und er freue sich auf die weitere Zusammenarbeit, während Antora diese Technologie in den USA und weltweit ausbaue.
Der South Dakota Economic Development Council ist Projektpartner. Die Technologie von Antora hat bereits Forschungsförderung vom US-Energieministerium erhalten. Antora gab an, eng mit dem Versorgungsunternehmen Otter Tail Power aus Minnesota zusammengearbeitet zu haben, um einen innovativen Stromtarif zu entwickeln, der es dem System ermöglicht, rund um die Uhr Wärme zu liefern, ohne die Kosten für andere Stromverbraucher zu erhöhen. Dieser Tarif wurde im letzten Jahr von der South Dakota Public Utilities Commission genehmigt.
Jordan Kearns, Executive Vice President für Projektentwicklung bei Antora Energy, sagte, die in South Dakota errichtete Anlage zeige, dass Antora die zuverlässige und erschwingliche Energie liefern könne, die die USA für ihre Wettbewerbsfähigkeit benötigten, und dass das Unternehmen bereit sei, seine Lösung Industrieanlagen und Rechenzentren im ganzen Land anzubieten.
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