Europäisches StoRIES-Projekt schließt Bewertung hybrider Energiespeicher ab und veröffentlicht Roadmap
2026-06-02 15:52
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de.wedoany.com-Bericht: Das europäische Forschungsprojekt StoRIES (European Storage Research and Innovation Strategy) hat nach viereinhalb Jahren Laufzeit eine systematische Bewertung hybrider Energiespeichertechnologien abgeschlossen. Die Kernschlussfolgerung des Projekts lautet, dass keine einzelne Speichertechnologie alle zukünftigen Anforderungen des Energiesystems erfüllen kann.

Die Fluktuation erneuerbarer Energien ist einer der Schlüsselfaktoren für die Entwicklung neuer Speichertechnologien. Batteriespeicher eignen sich für die schnelle Lastregelung im Stromnetz, thermische Speicher können industrielle Wärmeprozesse bedienen, und Wasserstoff ist vor allem für die Langzeitspeicherung vorgesehen. Basierend auf der Analyse dieser Technologien stellt das StoRIES-Projekt klar fest, dass keine einzelne Technologie die vielfältigen zukünftigen Anforderungen des Energiesystems unabhängig erfüllen kann. Auf Grundlage dieser Erkenntnis erstellte das Projektteam eine Technologie-Roadmap und eine strategische Forschungs- und Innovationsagenda. Projektleiter Prof. Stefano Passerini vom Helmholtz-Institut Ulm (HIU) erklärte, die Forschung setze entlang der gesamten Wertschöpfungskette – vom Material über das System bis zur Integration in das Energiesystem – Impulse.

Das Projektteam untersuchte zudem konkrete Anwendungsszenarien und entwickelte kombinierte Speicherlösungen für die Elektrifizierung von Häfen und Schwerlastverkehr, die Versorgung abgelegener Regionen mit erneuerbarer Energie sowie die Umwandlung von Standorten fossiler Kraftwerke in Speicher- und Flexibilitäts-Hubs. Im Gebäude- und Industriebereich schufen die Forscher Methoden zur intelligenten Kopplung von Strom, Wärme und Wasserstoff. Dr. Myriam E. Gil Bardají, stellvertretende Projektkoordinatorin am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), wies darauf hin, dass nur durch die intelligente Kombination verschiedener Speicherlösungen ein gleichzeitig flexibles, stabiles und klimaneutrales Energiesystem realisiert werden könne. Olga Sumińska-Ebersoldt, eine der Projektinitiatorinnen vom HIU, betonte, dass hybride Speicher nicht nur technische Vorteile böten, sondern auch dazu beitrügen, die bestehende Infrastruktur effizient zu nutzen und erneuerbare Energien besser in den Alltag zu integrieren.

Das StoRIES-Projekt etablierte ein nachhaltiges Kooperationsnetzwerk für die europäische Energiespeicherforschung, das 250 Forschungseinrichtungen, Fachlabore und Testumgebungen umfasst. Über 100 Nachwuchsforschende nahmen an Sommerschulen in Nikosia, Rom und Trondheim teil; Mentoring-Programme und Online-Kurse ergänzten das Schulungsangebot. Die Europäische Kommission hat StoRIES als eines der Flaggschiffprojekte des „European Green Deal" anerkannt. Dr. Holger Ihssen vom Brüsseler Büro der Helmholtz-Gemeinschaft ist der Ansicht, dass die im Projekt geschaffenen Netzwerke, Strategien und Schulungsformate über das Projektende hinaus nachhaltige Wirkung entfalten und die Innovationsfähigkeit Europas im Bereich nachhaltiger Energiesysteme stärken werden.

Mit seiner Technologie-Roadmap und der strategischen Innovationsagenda hinterlässt StoRIES eine konkrete Planungsgrundlage für Forschung, Politik und Industrie. Ob diese Ansätze in Folgeprojekte oder direkt in EU-Förderprogramme einfließen, wird maßgeblich darüber entscheiden, wie schnell hybride Energiespeichersysteme zu einer tragenden Säule der europäischen Energieinfrastruktur werden können.

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