de.wedoany.com-Bericht: Das Institut für Plasmaphysik der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (ASIPP) hat mit der Führungsgruppe des Internationalen Forschungszentrums des MBIR-Reaktors, einer Tochtergesellschaft der russischen Staatskernenergiegesellschaft Rosatom, eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die die Forschung und Entwicklung kontrollierter thermonuklearer Fusionsverfahren umfasst. Die chinesische Seite konzentriert sich auf die Materialwissenschaft und arbeitet daran, Materialien zu testen, die extremen thermischen und Neutronenbelastungen in brennenden Plasmen standhalten können, was für die Entwicklung zukünftiger Fusionsreaktoren von entscheidender Bedeutung ist.
Wassili Konstantinow, CEO des MBIR-Projektleiters, erklärte, dass die Vereinbarung eine neue Phase der Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern einleite. Der MBIR-Reaktor eigne sich für ein breites Anwendungsspektrum, von der Prüfung innovativer Materialien bis zur Entwicklung von Technologien für geschlossene Kernbrennstoffkreisläufe. Das internationale Forschungszentrum ziehe zahlreiche führende wissenschaftliche Einrichtungen an, und man freue sich, dass ASIPP es als Plattform für die Umsetzung seiner Forschungspläne betrachte.
Song Yuntao, Direktor des Instituts für Plasmaphysik der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, betonte, dass der Erfolg der kontrollierten thermonuklearen Fusion direkt davon abhänge, ob eine experimentelle Basis mit den höchsten Neutronenparametern zur Verfügung stehe. Die Großforschungsanlage MBIR könne einzigartige Daten liefern, um zuverlässige Materialien für zukünftige Fusionsreaktoren auszuwählen und zu qualifizieren. Er hoffe, dass die Zusammenarbeit weiter ausgebaut werde und Ergebnisse für die bilateralen Beziehungen und die globale Entwicklung sauberer Energie bringe.
Der MBIR ist ein multifunktionaler natriumgekühlter schneller Forschungsreaktor mit einer thermischen Leistung von 150 Megawatt, der sich in Dimitrowgrad in der Oblast Uljanowsk befindet. Er ist Teil des russischen nationalen Technologievorzeigeprojekts „Neue Atomenergietechnologien" und dient der experimentellen Forschung, der Produktion von Radioisotopen, der Herstellung modifizierter Materialien und der Prüfung neuer Geräte. Zu den Mitgliedern seines internationalen Forschungszentrumsbündnisses gehören das Gemeinsame Kernforschungsinstitut Russlands, das Institut für Kernphysik der Akademie der Wissenschaften der Republik Usbekistan und die Shanghai Zhongdan International Co., Ltd. aus China.
Das Institut für Plasmaphysik der Chinesischen Akademie der Wissenschaften wurde 1978 in Hefei gegründet, betreibt den weltweit ersten vollständig supraleitenden Tokamak EAST und ist aktiv am Internationalen Thermonuklearen Experimentalreaktor (ITER)-Projekt beteiligt, wo es für die Entwicklung und Lieferung von Schlüsselkomponenten wie Stromversorgungen und Diagnosesystemen verantwortlich ist.
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