de.wedoany.com-Bericht: Die britische Schwefelbatterie-Firma Gelion PLC gab eine dreijährige Zusammenarbeit mit Nissan und der University of Oxford zur Entwicklung der nächsten Generation von Festkörper-Elektroauto-Batterien bekannt. Nach der Bekanntgabe stieg der Aktienkurs des Unternehmens um 16 % auf 20,52 Pence.
Das Projekt mit dem Namen CoRe-SoLiS hat einen Gesamtwert von 3,4 Millionen Pfund und erhielt von Innovate UK eine gemeinsame Förderung in Höhe von 2,4 Millionen Pfund aus dem ersten Wettbewerb zur Entwicklung von Batterieinnovationskonzepten. Davon werden 1,6 Millionen Pfund direkt an die britische Tochtergesellschaft von Gelion vergeben.
Das Projekt konzentriert sich auf die Integration der nano-verkapselten Schwefelkathodentechnologie (Nano-Encapsulated Sulfur cathode) von Gelion in Festkörperbatterien, wobei Schwefel Nickel und Kobalt ersetzt. Das Unternehmen gibt an, dass Schwefel ein reichlich vorhandenes und nicht durch Lieferketten eingeschränktes Material sei.
Festkörperbatterien ersetzen die flüssigen Elektrolyte herkömmlicher Lithium-Ionen-Batterien durch feste Elektrolyte und bieten potenzielle Vorteile in Bezug auf Sicherheit, Energiedichte und Haltbarkeit.
Gelion erklärte, dass seine NES-Technologie die historischen Einschränkungen von Schwefelbatterien hinsichtlich kurzer Zyklenlebensdauer und geringer Leistungsabgabe überwinde, die bisher kommerzielle Anwendungen behindert hätten.
Die University of Oxford wird für das Projekt fortschrittliche Anodenmaterialien und Fachwissen auf Zellebene bereitstellen. Das Nissan Technical Centre Europe wird seine Festkörperbatterie-Entwicklungsfähigkeiten gemäß den Leistungs- und Sicherheitsanforderungen des Automobilbereichs einbringen.
Diese Zusammenarbeit passt zu Nissans EV36Zero-Plan rund um sein Fertigungszentrum in Sunderland. Gelion gab an, dass die Projektergebnisse als Grundlage für zukünftige Skalierungs- und Kommerzialisierungsbemühungen dienen werden.
CEO John Wood erklärte, dass das Projekt zwei große Chancen zur Erweiterung der Batterieleistungsgrenzen vereine: Festkörperarchitektur und Schwefelkathodenmaterialien.
Gelion unterhält zudem Forschungspartnerschaften mit TDK aus Japan, QinetiQ, dem deutschen Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung sowie dem Nissan Technical Centre Europe.
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