de.wedoany.com-Bericht: Mehrere Anbieter von Warehouse-Management-Systemen (WMS) wie Manhattan Associates und Blue Yonder weisen darauf hin, dass sich das Software-as-a-Service-Modell (SaaS) nach jahrzehntelanger Zurückhaltung in der Lagerbranche nun durchsetzt und zur vorherrschenden Bereitstellungsform wird.
Die Lagerbranche zeigte anfangs eine geringe Akzeptanz gegenüber Cloud-Software. Adam Kline, Senior Director bei Manhattan Associates, erklärte, dass Kunden Bedenken hinsichtlich der Leistungsfähigkeit von Cloud-Software hätten, insbesondere in Betriebsumgebungen mit Förderbändern und schnell bewegten Produkten, die sofortige Entscheidungen erfordern. Kail Plankey, Projektmanager bei St. Onge, ergänzte, dass die WMS-Umgebung eine extrem geringe Toleranz gegenüber Latenzzeiten aufweise; während Vertriebs- und Planungsprozesse etwas Verzögerung verkraften könnten, sei dies in der Ausführung innerhalb der vier Wände des Lagers nicht der Fall. Datensicherheit war ein weiteres zentrales Anliegen der Branche. Mit der Zeit, als sich die Cloud in Bezug auf Redundanz und Robustheit bewährt habe, hätten die IT-Abteilungen deren Sicherheitsniveau zunehmend anerkannt, wodurch diese Bedenken nachgelassen hätten.
WMS-Anbieter betonen, dass der Wechsel von lokaler Bereitstellung zum SaaS-Modell erhebliche Vorteile bringe. Skalierbarkeit sei der wichtigste Faktor. Tammy Kulesa, Senior Director für Supply Chain Execution bei Blue Yonder, gab bekannt, dass das Unternehmen bereits über 1.000 Kunden auf seiner SaaS-Plattform bereitgestellt habe. Jeff Jones, Senior Account Manager bei Made4net, hob hervor, dass der Wert von SaaS in der schnellen Bereitstellung, schnellen Innovation und schnellen Erweiterung liege, ohne dass der Betrieb in neue Infrastruktur investieren müsse. Keith Moore, CEO von AutoScheduler.AI, erklärte, dass im SaaS-Modell das System Upgrades und Updates automatisch verwalte, sodass Kunden stets Zugriff auf die neueste Version hätten. Die Implementierungszeit für traditionelle Systeme betrage in der Regel mehrere Monate bis zu einem Jahr, während SaaS-Lösungen nahezu sofort einsatzbereit seien und die Kapitalrendite beschleunigten. Gleichzeitig biete cloudbasiertes SaaS den Vorteil der Fernverwaltung, sodass Interessengruppen jederzeit und überall auf Echtzeitinformationen zugreifen könnten.
Nicht alle SaaS-Versionen von WMS sind identisch. Blue Yonder und Manhattan Associates bieten „Cloud-native" Lösungen an. Kline erläuterte, dass sich ihr System automatisch an Kapazitätsänderungen anpassen könne, der Kerncode für alle gleich sei, aber über APIs (Application Programming Interfaces) eine einzigartige Geschäftslogik hinzugefügt werden könne, wodurch Arbeitsabläufe nahezu unbegrenzt anpassbar seien. Made4net biete ebenfalls eine Cloud-native Lösung; Jones zufolge könne das Unternehmen schnell modulare Funktionen nutzen. Kulesa von Blue Yonder erklärte, das Unternehmen habe 25 Jahre in die Entwicklung einer Cloud-nativen Plattform investiert, alle Kundenentwicklungsprodukte auf Cloud-Lösungen umstrukturiert und biete einheitliche Daten und Lieferkettentransparenz über mehrere Lösungen hinweg. Darüber hinaus nutzen Produkte wie AutoScheduler.AI als cloudbasierte Orchestrierungsplattform künstliche Intelligenz, die „über" dem WMS liegt, um verschiedene isolierte Bereiche wie Arbeit, Automatisierung und Hof zu integrieren und Aktionsentscheidungen zu treffen, die das WMS nicht eigenständig treffen kann.
Der Einfluss künstlicher Intelligenz auf das SaaS-Modell wird derzeit diskutiert, es gibt sogar den Begriff „SaaSpocalypse" (SaaS-Apokalypse). Moore ist der Ansicht, dass KI in kurzer Zeit große Mengen an Code generieren könne, was die Wertgrundlage von SaaS erschüttern könnte. Kline wies hingegen darauf hin, dass das Schreiben von Code nur ein Teil des Puzzles sei; die fachspezifische Expertise, die erfahrene Softwareanbieter innerhalb und außerhalb der Anwendung bieten könnten, sei ein Mehrwert, den KI nicht ersetzen könne. Plankey glaubt, dass ein durch KI verursachtes Ende von SaaS nicht bald eintreten werde; es könne die Art und Weise verändern, wie Anbieter Software entwickeln, aber nicht dazu führen, dass SaaS verschwinde. Kulesa erklärte, dass KI die Transparenz und Vorhersagbarkeit von WMS verbessere und Managern helfe, Veränderungen vor Schichtbeginn zu erkennen und sich in Echtzeit anzupassen. Derzeit verfügen immer mehr WMS-Versionen über KI-gestützte Fähigkeiten; Anbieter empfehlen Kunden, auf die Existenz verschiedener Optionen zu achten und sicherzustellen, dass der Anbieter eine sinnvolle KI-Strategie verfolgt.
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