de.wedoany.com-Bericht: Analog Devices (ADI) wird auf der IMS 2026 in Boston eine Methode zur Bewertung der Radarsystemleistung mittels digitaler Zwillinge vorstellen. Die Demonstration trägt den Titel „Jenseits des Datenblatts: Systemweite HF-Einblicke durch digitale Zwillinge“ und soll Ingenieuren helfen, die Radarleistung bereits vor der Hardwarebereitstellung auf Systemebene zu bewerten.

Vollständige HF-Systemdesignansätze stützen sich in der Regel auf Produktdatenblätter, isolierte Kleinsignalsimulationen und mehrere Laborprototypen – ein langsamer, manuell iterativer Prozess. Mit zunehmender Komplexität der HF-Architekturen und steigenden Missionsanforderungen wird die systemweite Transparenz über die tatsächliche Leistungsfähigkeit für Ingenieure immer entscheidender.
Diese Demonstration konzentriert sich auf die Methode des digitalen Zwillings, um das systemweite Verhalten in spezifischen Anwendungs- und Einsatzszenarien zu bewerten. Die digitalen Zwillinge von ADI sind virtuelle Darstellungen von HF-Komponenten und integrierten Schaltungen, die in der MATLAB- und Simulink-Umgebung entwickelt wurden.
Diese Methode ermöglicht eine frühzeitige Bewertung der Gesamtsystemleistung im Designprozess, sodass Ingenieure Architekturen erkunden, Kompromisse abwägen, Risiken identifizieren und Designentscheidungen treffen können, bevor sie in Hardware investieren. Gleichzeitig schafft der Workflow mit digitalen Zwillingen einen durchgängigen Datenstrang, der Anforderungen, Designentscheidungen, Messungen und Ergebnisse verbindet, Design- und Verifikationsaktivitäten unterstützt und die Kommunikation zwischen Komponentenherstellern und Systemintegratoren verbessert.
Im Rahmen der Demonstration wird Leonardo UK ein Radar-Anwendungsmodell zur Simulation der Detektionswahrscheinlichkeit vorstellen und zeigen, wie digitale Zwillinge durch die Übersetzung von Komponentenverhalten in Systemergebnisse für die Bewertung auf Missionsebene eingesetzt werden können.
Während der dreitägigen Veranstaltung werden Simulationsvideos durchgehend abgespielt, und Ingenieure von ADI, MathWorks und Leonardo stehen für Diskussionen über Modellierungstechniken, Modelltreue, Simulationsfähigkeiten und anwendungsspezifische Überlegungen zur Verfügung. Täglich findet zudem eine Live-Demonstration statt.
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