de.wedoany.com-Bericht: Die Weltbankgruppe hat ein Finanzierungspaket in Höhe von 372 Millionen US-Dollar genehmigt, um Georgien bei der Modernisierung des Transkaspischen Transportkorridors (Trans-Caspian Transport Corridor) zu unterstützen. Das Vorhaben zielt darauf ab, die Rolle des Landes als Transitdrehscheibe im eurasischen Handel zu stärken.

Diese Finanzierung ist Teil des TC-GATE-Projekts (Georgian Accessibility and Transport Enhancement), dessen Gesamtwert auf über 750 Millionen US-Dollar geschätzt wird. Neben der Weltbank werden auch die Asiatische Infrastruktur-Infrastruktur-Investitionsbank (AIIB) und die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) eine Kofinanzierung bereitstellen. Das Projekt umfasst Verbesserungen im Schienengüterverkehr, Straßenbauarbeiten sowie Reformen des nationalen Verkehrssektors.
Im Schienenbereich werden die Mittel für die Beschaffung neuer energieeffizienter Elektrolokomotiven zur Ersetzung alter Anlagen verwendet. Laut Weltbank soll durch die Modernisierung die Verfügbarkeit der Lokomotiven auf 95 % gesteigert, die Eisenbahneinnahmen um 20 % erhöht und eine Nettoemissionsreduktion von über 2,3 Millionen Tonnen erreicht werden. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die betriebliche Effizienz und finanzielle Nachhaltigkeit der Georgischen Eisenbahn (Georgian Railway) zu verbessern.
Die Straßenbauarbeiten konzentrieren sich auf die Region Kachetien (Kakheti) und umfassen den Bau von zwei neuen vierspurigen Straßenabschnitten zwischen Badiauri, Chalaubani und Bakurtsikhe sowie eine neue Straßenverbindung zwischen Gurdschaani (Gurjaani) und Telawi (Telavi). Nach Abschluss der Modernisierung wird die Reisezeit zwischen Telawi und dem Schwarzmeerhafen Poti voraussichtlich um etwa 43 Minuten verkürzt. Das Projekt wird zudem das digitale Straßenanlagenmanagement über das Nationale Straßenverkehrskontrollzentrum (National Highway Control Center) unterstützen und intelligente Verkehrssysteme einführen, um die Sicherheit und Klimaresilienz zu erhöhen.
Rolande Pryce, Regionaldirektorin der Weltbank für den Südkaukasus, ist der Ansicht, dass diese Investition Georgien dabei helfen wird, sein volles Potenzial als Transitdrehscheibe zwischen Europa und Asien auszuschöpfen. Der georgische Finanzminister Lascha Chuzischwili (Lasha Khutsishvili) betonte, dass das Projekt Georgiens Position als zuverlässiges Tor für den eurasischen Handel festigen werde. Schätzungen zufolge werden über 900.000 Menschen direkt von dem Projekt profitieren; zudem sollen wirtschaftliche Chancen für Unternehmerinnen entlang der Strecke geschaffen werden.
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