de.wedoany.com-Bericht: Der Hardwareentwickler Oxford Quantum Circuits (OQC), das Finanzdienstleistungsinstitut JPMorgan Chase und das Halbleiterdesignunternehmen AMD haben eine Forschungskooperation gestartet, die sich auf die Integration von Quantensystemen mit klassischen Hochleistungsrechenknoten (HPC) konzentriert. Das Projekt nutzt OQCs neues spezialisiertes Quanten-KI-Rechenzentrum in London. Diese gemeinsame Infrastruktur dient als unternehmenssicheres Testfeld und ermöglicht es Unternehmen sowie akademischen Forschungsteams, hybride klassisch-quantenbasierte Softwarekonfigurationen zu bewerten, um die Anforderungen des globalen Finanzsektors an Datenreplikation, Latenz und Sicherheitsstandards zu erfüllen.

Die Recheninfrastruktur zielt darauf ab, betriebliche Reibungsverluste bei der Auslagerung von Daten aus klassischen KI-Pipelines auf frühe Quanten-Coprozessoren zu beheben. Statt auf öffentliche nichtdeterministische Cloud-Konfigurationen für den Zugriff auf Quantenhardware zu setzen, integriert der Londoner Standort OQCs GENESIS-Supraleiter-Quantenprozessor physisch in ein lokales Unternehmensframework, wodurch Netzwerklatenzen und Datenrisiken vermieden werden. AMD stellt die zugrunde liegende klassische Rechenhardware bereit, die die KI-, Simulations- und Datenrouting-Ebene der Plattform über eine dichte CPU- und GPU-Infrastruktur antreibt.
Das gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsframework wird drei zentrale Rechenpfade vorantreiben: Benchmarking hybrider Workflows, bei dem die Leistung und Reproduzierbarkeit hybrider Quanten-Klassik-Algorithmen in realen Finanzszenarien getestet wird, mit Schwerpunkt auf groß angelegten Portfoliooptimierungsproblemen; Quantenmaschinelles Lernen (QML), das Ressourcenmodellierungsframeworks erweitert, um zu verfolgen, wie parametrisierte Quantenschaltungen die Trainingszeit dichter klassischer neuronaler Netze verkürzen; Schaltungsleistungsoptimierung, bei der maßgeschneiderte klassische KI-Modelle entwickelt werden, die von AMD-Hardware angetrieben werden, um automatisch Fehlerminderung durchzuführen, Logikgatter abzubilden und die Schaltungskompilierung direkt auf OQCs GENESIS-Supraleitersubstrat zu optimieren.
Diese Bereitstellung verlagert die Quantenbeschleunigung von isolierten Laborumgebungen in ein Standardrechenzentrum und ermöglicht die Ausführung produktionsreifer Unternehmensworkflows. JPMorgan Chase wurde als erster Ankerkunde der Plattform benannt, die innerhalb der nächsten 12 Monate vollständig in Betrieb gehen soll. Unter der Leitung von Lori Beer, Global CIO von JPMorgan Chase, Mark Papermaster, CTO von AMD, und Gerald Mullally, CEO von OQC, wird die Testphase den Schwerpunkt darauf legen, wie klassische Supercomputing-Komponenten effektiv die für die Verwaltung zukünftiger skalierbarer fehlertoleranter Quantenalgorithmen erforderlichen Syndrom-Extraktionszyklen bewältigen können.
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