de.wedoany.com-Bericht: Vom 23. bis 25. Juni 2026 findet die EM-Power Europe (Internationale Fachmesse für Energiemanagement und integrierte Energielösungen) auf dem Messegelände München statt. Sie ist Teil von The smarter E Europe, dem größten Branchenverbund für die Energiewirtschaft in Europa. Die Messe konzentriert sich auf den Einsatz Künstlicher Intelligenz im Netzmanagement – angesichts des kontinuierlich wachsenden Umfangs von Wind- und Solarenergie in Europa können KI-Algorithmen Erzeugung und Verbrauch in Echtzeit ausgleichen und die Abregelungsrate senken. In diesem Jahr wird erstmals ein Gemeinschaftsstand „AI for Smart Energy" eingerichtet, der voraussichtlich rund 2.800 Aussteller und über 100.000 Besucher anziehen wird.

Die stark gestiegene Anzahl von Erzeugungseinheiten und flexiblen Lasten macht das Energiesystem zunehmend dezentral und komplex, mit häufigen Lastflussänderungen. KI begegnet dieser Herausforderung durch die Echtzeitanalyse großer Datenmengen und die Identifizierung von Mustern, beispielsweise durch die Vorhersage von Wetter, Erzeugungsleistung und -ertrag, die frühzeitige Erkennung von Netzengpässen und die Entwicklung von Gegenstrategien sowie das intelligente Management von Erzeugung und Verbrauch, um Redispatch-Maßnahmen zu vermeiden. Gerard Reid, Mitbegründer und Partner des Londoner Finanzunternehmens Alexa Capital, bezeichnet diesen Prozess als „die größte technologische Veränderung in der Geschichte der Menschheit".
Neueste Werkzeuge wie das Grid Foundation Model (GridFM) durchbrechen traditionelle Simulationsmethoden. KI, die mit großen Datenmengen trainiert wurde, beschleunigt die Netzplanung, den Netzbetrieb und die Netzentwicklung erheblich, während digitale Zwillinge virtuelle Kopien realer Netze erstellen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) fördert das Forschungsprojekt AMAZING (Automated Modeling, Analysis, and State Estimation Using Intelligent Grid Algorithms and Graph-Based Methods), das vom Forschungszentrum Informatik (FZI) geleitet wird. Das FZI arbeitet mit fünf Netzbetreibern zusammen, um zu testen, wie KI-generierte Zwillinge als universelle Blaupause verbreitet werden können. Diese intelligente Steuerung spart Zeit, Geld und Ressourcen und minimiert den Bedarf an physischen Installationen.
Trotz technologischer Durchbrüche wird die europaweite Verbreitung durch unvollständige Daten und alternde Infrastruktur eingeschränkt. Während einige Märkte Fortschritte beim Rollout intelligenter Stromzähler erzielt haben, zeigt die Verzögerung in Ländern wie Deutschland die Dringlichkeit einer beschleunigten digitalen Bereitstellung. Darüber hinaus müssen Netzbetreiber neue Fähigkeiten erwerben, und die Europäische Union (EU) muss strenge Cybersicherheitsvorschriften erlassen. KI wird den Menschen nicht ersetzen, sondern bei hochkomplexen Entscheidungen unterstützen.
Die EU plant, die Digitalisierung der Stromnetze voranzutreiben, um sie dynamischer und intelligenter zu machen, eine zuverlässige Stromversorgung zu gewährleisten und die Fluktuation erneuerbarer Energien auszugleichen. KI könnte durch die Koordination dezentraler Energiequellen wie Solaranlagen und Batteriespeichersysteme die Gesamtstabilität und Effizienz des Netzes verbessern, Systemverluste und Abregelung reduzieren und gleichzeitig bei der Erkennung von Cyberangriffen helfen. Pilotprojekte laufen bereits, und es wird erwartet, dass Netze ab 2030 möglicherweise von KI verwaltet werden.
KI wird bereits in mehreren Bereichen eingesetzt, darunter hochpräzise Vorhersagen für Solar- und Windkraftanlagen. Dies hilft Netzbetreibern, die Systemstabilität aufrechtzuerhalten und kostspielige Eingriffe zu vermeiden, und steigert gleichzeitig die Effizienz des Stromhandels, senkt Preisrisiken und macht den Verkauf erneuerbarer Energien effizienter. KI verbessert auch die Effizienz von Freileitungsinspektionen, unterstützt die vorausschauende Wartung von Energieanlagen und senkt die Betriebskosten. Studien zeigen, dass der Einsatz von KI die Kosten für Betriebsreserven um bis zu 15 % senken kann.
Die EM-Power Europe wird eine vollständige Produkt- und Dienstleistungspalette für das digitale Stromnetz präsentieren. Aussteller bringen Produkte für Netzmanagement, -überwachung und intelligente Netze sowie KI-basierte Analysesoftware für Energiesysteme, fortschrittliche Simulationswerkzeuge und integrierte Cybersicherheitslösungen mit. Der neu eingerichtete Gemeinschaftsstand „AI for Smart Energy" ist einer der Höhepunkte. Die parallel stattfindende EM-Power Europe Conference wird am 23. Juni unter dem Motto „Können wir KI vertrauen, um das Netz zu betreiben?" die Betriebsintelligenz thematisieren. Am 24. Juni wird das The smarter E Forum (Halle C5, Stand C5.550) zeigen, wie KI Daten in praktischen Wert umwandelt. Die diesjährige EM-Power Europe bildet zusammen mit der Intersolar Europe, der ees Europe und der Power2Drive Europe die The smarter E Europe und findet vom 23. bis 25. Juni 2026 auf dem Messegelände München statt.
Dieser Artikel wurde von Wedoany übersetzt und bearbeitet. Bei jeglicher Zitierung oder Nutzung durch künstliche Intelligenz (KI) ist die Quellenangabe „Wedoany“ zwingend vorgeschrieben. Sollten Urheberrechtsverletzungen oder andere Probleme vorliegen, bitten wir Sie, uns unverzüglich zu benachrichtigen. Wir werden den entsprechenden Inhalt umgehend anpassen oder löschen.
E-Mail: news@wedoany.com









