de.wedoany.com-Bericht: Die Fakultät für Naturwissenschaften der Universität Kantabrien (Universidad de Cantabria) hat auf dem Campus Las Llamas eine 22-monatige energetische und barrierefreie Sanierung abgeschlossen. Nach der Sanierung sanken der nicht erneuerbare Primärenergieverbrauch und die CO₂-Emissionen des Gebäudes um fast 38 %. Die Investition für dieses Projekt belief sich auf rund 4,8 Millionen Euro und betraf ein historisches Gebäude aus dem Jahr 1972 mit einer Nutzfläche von etwa 13.940 Quadratmetern.

Die Maßnahme ist Teil des Programms zur Förderung der Sanierung öffentlicher Gebäude (Programa de Impulso a la Rehabilitación de Edificios Públicos, PIREP), das vom EU-Programm Next Generation kofinanziert und in den spanischen Plan für Wiederaufbau, Transformation und Resilienz (Plan de Recuperación, Transformación y Resiliencia) eingebunden ist. Die Bauarbeiten begannen im Juli 2024 und sind nun abgeschlossen; die Gesamtenergieeffizienzklasse des Gebäudes verbesserte sich von D auf B. Die Einweihungsfeier fand auf dem Campus Las Llamas statt, an der unter anderem die Rektorin der Universität Kantabrien, Conchi López, der Minister für Territorialpolitik und demokratisches Gedenken, Ángel Víctor Torres, sowie die Präsidentin der Autonomen Gemeinschaft Kantabrien, María José Sáenz de Buruaga, teilnahmen.
Die Sanierung konzentrierte sich hauptsächlich auf die Verbesserung der Gebäudehülle und ihrer Systeme, um die Energieeinsparung und den thermischen Komfort zu steigern. Das Projekt umfasste fünf Hauptmaßnahmen, darunter die Installation einer etwa 7.800 Quadratmeter großen hinterlüfteten Fassade mit Mineralwolldämmung und keramischen Platten; die Erneuerung des Dachs mit einer zusätzlichen Dämmschicht aus extrudiertem Polystyrol und einer doppelten Abdichtung; die Verbesserung des Hohlraumbodens zur Reduzierung von Wärmebrücken; den Austausch alter Fenster und Türen durch leistungsstarke Systeme; sowie die vollständige Modernisierung der Beleuchtung mit automatisch geregelter LED-Technologie. Darüber hinaus wurden photokatalytische Materialien zur Verbesserung der Luftqualität eingesetzt, und während der Bauarbeiten wurden 99 % der Abfälle verwertet.
Die Energieeffizienzkennzahlen zeigen, dass der nicht erneuerbare Primärenergieverbrauch von 159,56 kWh/m²·a auf 99,09 kWh/m²·a sank, ein Rückgang um 37,9 %. Die CO₂-Emissionen gingen von 30,03 kg CO₂/m²·a auf 18,85 kg CO₂/m²·a zurück, eine Reduzierung um 37,2 %. Der Heizwärmebedarf sank von 47,33 kWh/m²·a auf 32,50 kWh/m²·a, eine Verbesserung um 31 %. Die Kühlklasse verbesserte sich von B auf A, die Beleuchtungsklasse von D auf A. Die Energieverbrauchsklasse stieg von D auf B, die Emissionsklasse von C auf B.
Die Sanierung verbesserte auch die Nutzungsbedingungen für Studierende, Lehrkräfte und Forschende. Im Bereich der Barrierefreiheit wurde ein Aufzug installiert, der die Bibliothek und die Lernräume verbindet, um die gleichberechtigte Nutzung zu fördern. Die Arbeiten dauerten fast zwei Jahre, während das Gebäude weitgehend in Betrieb blieb. Der Großteil der Mittel stammte vom spanischen Ministerium für Wohnungswesen. Schätzungen zufolge spart das Projekt jährlich über eine Million Kilowattstunden Strom ein, was etwa dem Verbrauch von zehn mittelgroßen Haushalten entspricht, während die Emissionsreduzierung der Aufnahmekapazität von rund 9.500 Bäumen gleichkommt.
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