Uruguays Vieh- und Landwirtschaftsminister Fratti besucht Russland für Forum
2026-06-06 14:01
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de.wedoany.com-Bericht: Der uruguayische Minister für Viehzucht, Landwirtschaft und Fischerei, Alfredo Fratti, hält sich in Russland auf, um am 23. St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum (SPIEF) teilzunehmen. Das Forum findet vom 4. bis 9. Juni in St. Petersburg statt und wird oft als „russisches Davos“ bezeichnet.

Nach Angaben des uruguayischen Ministeriums für Viehzucht, Landwirtschaft und Fischerei (MGAP) wird Fratti auf dieser Reise eine umfangreiche bilaterale Agenda mit hochrangigen Vertretern und Entscheidungsträgern aus dem russischen Agrarsektor verfolgen. Am Donnerstag traf Fratti, begleitet von Botschafterin Rosario Portell, mit dem Leiter des russischen Föderalen Dienstes für Veterinär- und Pflanzenschutzüberwachung, Sergey Dankvert, zusammen. Beide Seiten erörterten zwei für den Export uruguayischer Waren äußerst sensible Themen: die Sperrung einiger Rindfleisch-Exportbetriebe für den russischen Markt sowie die Aussetzung der Einfuhr uruguayischer Milchprodukte durch Russland.

Für Montag (den 8.) ist ein Treffen Frattis mit der russischen Landwirtschaftsministerin Oksana Lut geplant, um die in den letzten vier Jahren deutlich zurückgegangenen Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern wiederzubeleben. Das MGAP erklärte, Uruguay betrachte die Russische Föderation als einen der wichtigsten Märkte, die in diesem Jahr wiederhergestellt werden müssten.

Der promovierte Internationale Beziehungen, Ignacio Bartesaghi, hält die Reise nach Russland zu diesem Zeitpunkt für einen Fehler der Regierung unter Präsident Yamandú Orsi. Er wies darauf hin, dass es Grenzen gebe; ein Regierungsminister reise zu diesem Zeitpunkt nach Russland, weil das Gastgeberland in die Ukraine einmarschiert sei, was einen schwerwiegenden Verstoß gegen das Völkerrecht darstelle und den größten Konflikt seit dem Zweiten Weltkrieg ausgelöst habe. In einer Zeit, in der diplomatische Gesten sehr wichtig seien, sei dieses Vorgehen nicht angemessen.

Darüber hinaus hat sich Bartesaghi bereits in den Medien zur Aufnahme Uruguays in die US-Zollliste geäußert. Er ist der Ansicht, dass die Gründe dafür „eher politischer als technischer Natur“ seien.

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