de.wedoany.com-Bericht: Die endgültigen Ergebnisse des geothermischen Erkundungsprojekts GEOSCAN wurden kürzlich veröffentlicht.
Obwohl die Region Île-de-France über 54 Tiefengeothermieanlagen verfügt, sind der Süden und Westen der Region weniger erschlossen, hauptsächlich aufgrund unzureichender Kenntnisse über die geologischen Gegebenheiten im Untergrund. Das GEOSCAN-Projekt startete im November 2023 und umfasst fast 300 Gemeinden mit einer Fläche von etwa 2.000 Quadratkilometern. Das Forschungsteam sammelte über 280 Kilometer geophysikalische Daten und kombinierte diese mit 1.660 Kilometern vorhandener 2D-Seismiklinien, 12 Kilometern elektromagnetischer geophysikalischer Daten sowie Daten von fast 80 Öl- und Geothermiebohrungen, um ein vollständiges 3D-geologisches Modell des Untersuchungsgebiets zu erstellen.

Der Schwerpunkt der Untersuchung lag auf der Erfassung neuer Informationen zu drei wichtigen geologischen Reservoiren. Erstens das Oxfordium-Reservoir, das in Tiefen zwischen 700 und 1.600 Metern liegt und Temperaturen von 40 °C bis 65 °C aufweist. Diese Formation wurde bisher in der Region Île-de-France nicht für die geothermische Nutzung erschlossen; es wird erwartet, dass ihre Förderkapazität geringer ist als die des Dogger-Aquifers. Die geothermischen Fluide dieser Schicht könnten jedoch in Kombination mit Wärmepumpen oder als Erweiterung bestehender Wärmenetze eine wichtige Ergänzungsressource für die geothermische Nutzung in der Region darstellen.
Zweitens der Dogger, der derzeit von 54 Anlagen genutzt wird und im Jahr 2025 etwa 1,97 TWh geothermische Energie produzierte. Die Studie zeigt, dass der Dogger im Westen und Süden der Île-de-France weiterhin geothermische Fluide enthält, die Förderkapazität jedoch möglicherweise geringer ist als im Raum Paris. Das Projekt identifizierte klar die durchlässigkeitsarmen Mergelfazies sowie potenziell förderbare Kalksteinformationen; die Temperatur der geothermischen Fluide in dieser Schicht liegt von West nach Ost zwischen 50 °C und 80 °C.
Drittens die Trias-Formation, die zuvor in der Region Île-de-France nicht erkundet wurde. Die Forschung vertiefte das Verständnis der Struktur dieser Schicht und identifizierte drei bedeutende Reservoire: Donnemarie, Chaunoy und Boissy. Um ihr Erschließungspotenzial zu bewerten, sind weitere gezielte Untersuchungen erforderlich, insbesondere lokale 3D-Seismikmessungen.
Die Projektergebnisse wurden im Bereich „GEOSCAN-Projektergebnisse“ auf der Website Geothermies veröffentlicht. Die technischen Ergebnisse tragen dazu bei, die von lokalen Behörden durchgeführten Vorstudien zu verbessern und das Risiko von Geothermieprojekten in der Region zu verringern.
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