Kasachstan schätzt: CBAM wird die jährlichen Kosten für Metallurgieunternehmen um 114 Millionen Euro erhöhen
2026-06-08 09:04
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de.wedoany.com-Bericht: Die EU führt ab 2026 den CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) ein. Kasachische Exporteure müssen einen CO₂-Fußabdruckbericht vorlegen, um Zugang zum europäischen Markt zu erhalten. Der Mechanismus zielt darauf ab, die CO₂-Emissionen bei der Herstellung importierter Produkte zu erfassen und stellt sowohl für europäische als auch für ausländische Produzenten Umweltstandards dar.

Mehr als die Hälfte der kasachischen Aluminiumprodukte wird in die EU exportiert. Neben der Aluminiumindustrie müssen auch Produkte der Eisenmetallurgie die neuen Anforderungen erfüllen. Das kasachische Ministerium für Handel und Integration, das International Trade Centre (ITC) und die Aktiengesellschaft QazTrade haben gemeinsam die Auswirkungen dieses Mechanismus auf inländische Unternehmen bewertet und praktische Empfehlungen für die Anpassung der Metallurgieunternehmen an das neue Betriebsumfeld entwickelt.

Forschungsergebnisse zeigen, dass die Umsetzung des CBAM die Exporteure von unverarbeitetem Aluminium, Ferrochrom, Stabstahl und Betonstahl aus Kasachstan jährlich etwa 114 Millionen Euro zusätzlich kosten würde, wenn das Exportniveau von 2025 beibehalten wird. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende von QazTrade, Nurlan Kurbatyrow, erklärte, dass die Arbeiten zur Unterstützung der industriellen Exporteure bei der Anpassung an die neuen EU-Anforderungen bereits begonnen haben. Die betroffenen Unternehmen erhalten Unterstützung bei der Senkung der finanziellen Kosten, um die Wettbewerbsfähigkeit kasachischer Produkte auf den Schlüsselmärkten zu sichern.

Bei einem Workshop am 3. Juni lernten Vertreter von Unternehmen, Regierungen und internationalen Organisationen die Methoden zur Erfassung und Überprüfung von Emissionen sowie die Chancen kennen, die sich aus dem Übergang zu einer umweltfreundlicheren Produktion ergeben. Einer der Autoren des Berichts, der ITC-Experte Jost Pauwelyn, wies darauf hin, dass der Wert der kasachischen Stahl- und Aluminiumexporte in die EU über 600 Millionen Euro beträgt. Die EU-Anforderungen an Treibhausgasemissionen könnten die jährlichen Zusatzkosten für kasachische Exporteure um über 100 Millionen Euro erhöhen, wobei 90 % der Zusatzkosten auf Stabstahl und Betonstahl entfallen. Schätzungen zufolge könnten die Kosten im Rahmen des CBAM den Wert der Produkte selbst übersteigen.

Experten schlagen mehrere Maßnahmen vor, um die finanzielle Belastung der Unternehmen zu verringern, darunter die Überwachung und Meldung der tatsächlichen Emissionen (anstelle von Standardwerten), die Zertifizierung kasachischer Prüfstellen, die Reduzierung von Treibhausgasemissionen in der Produktion und die Entwicklung eines nationalen CO₂-Bepreisungssystems.

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