de.wedoany.com-Bericht: Der Afrikanische Entwicklungsfonds (African Development Fund) hat ein Darlehen in Höhe von 59,78 Millionen US-Dollar genehmigt, um die 78,8 Kilometer lange Straße zwischen Kara und Kabou entlang der Grenze zwischen Benin und Togo zu sanieren. Davon entfallen 50,28 Millionen US-Dollar auf den togoischen Abschnitt und 9,5 Millionen US-Dollar auf den beninischen Abschnitt.
Die am 21. Mai genehmigten Mittel decken die erste Phase des Transit Roads and Transport Facilitation Project (Projekt für Transitstraßen und Verkehrserleichterung) entlang des CU18-Korridors ab. Dieses Projekt wird gemeinsam vom Afrikanischen Entwicklungsfonds, der Islamischen Entwicklungsbank (Islamic Development Bank), der Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion (West African Economic and Monetary Union, WAEMU) sowie den Regierungen von Togo und Benin finanziert. Die Planung sieht den Bau einer zweispurig getrennten Straße mit einer Fahrbahnbreite von 3,5 Metern von Ouaké an der beninischen Grenze über Kémérida, Soundjina, Kara und Djamdé nach Kabou vor. Der Abschnitt durch die Stadt Kara wird auf sechs Spuren verbreitert.
Dieser Korridor verbindet die übergeordnete Route Lomé-Ouagadougou, eine der prioritären Hauptverkehrsadern der Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (ECOWAS) und der Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion. Sie ist eine Lebensader für die Binnenstaaten Burkina Faso, Mali und Niger. Eine Analyse der Weltbank zeigt, dass der Korridor Ouagadougou-Lomé die Arterie für etwa 40 % der nach Burkina Faso importierten Güter darstellt. Die Afrikanische Union schätzt, dass nur etwa 18 % des gesamten afrikanischen Handels innerhalb des Kontinents stattfinden, weit unter dem europäischen Niveau von rund 60 %. Die durchschnittlichen Handelsvolumina der Binnenstaaten der ECOWAS wie Burkina Faso, Mali und Niger liegen etwa 30 % unter denen ihrer Küstennachbarn.
Das Projekt umfasst nicht nur den Straßenbelag, sondern auch den Bau sozialer und bildungsbezogener Infrastruktur für die Gemeinden entlang der Strecke, die Verbesserung der Logistik, den Abbau von Handelshemmnissen sowie Kapazitätsaufbau für Frauengruppen und Jugendbeschäftigungsprogramme. Konkrete Maßnahmen umfassen die Reduzierung von Grenzverzögerungen und die Bündelung von Kontrollstellen, um die hohen Kosten des grenzüberschreitenden Gütertransports zu senken. Lamin Barrow, Generaldirektor der Afrikanischen Entwicklungsbank für Westafrika, erklärte, dass dieser wichtige Korridor dazu beitragen werde, die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, die Erschließung der Binnenregionen Benins und Togos zu beschleunigen und die subregionale Integration zu festigen.
Westafrikanische Entwicklungsinstitutionen treiben die regionale Wirtschaftsintegration durch derartige Korridornetzwerke voran. Die ECOWAS Bank für Investition und Entwicklung (ECOWAS Bank for Investment and Development) ist bereits an der Sanierung wichtiger Routen wie Abidjan-Ouagadougou, Dakar-Bamako, Cotonou-Niamey und Lomé-Ouagadougou beteiligt. Die Wirtschaftskommission für Afrika (Economic Commission for Africa) schätzt, dass die vollständige Umsetzung der Afrikanischen Kontinentalen Freihandelszone (African Continental Free Trade Area) den innerafrikanischen Handel um etwa 40 % steigern könnte. Die Bezeichnung „Phase 1“ deutet zudem auf weitere Arbeiten entlang des CU18-Korridors in der Zukunft hin.

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