de.wedoany.com-Bericht: Kürzlich gab die indische Grasim Industries bekannt, dass sie 30,94 Milliarden Rupien in die zweite Phase des Lyocell-Faser-Kapazitätsausbaus in Harihar, Karnataka, investieren wird. Das Projekt wird eine zusätzliche Jahreskapazität von 110.000 Tonnen schaffen, aufgeteilt auf zwei Produktionslinien mit je 55.000 Tonnen. Die erste Linie soll voraussichtlich 2028 in Betrieb gehen, die zweite Linie voraussichtlich 2030.
Dieser Ausbau zielt direkt auf die veränderten Anforderungen des globalen Textilmarktes hin zu nachhaltigen Fasern ab. Lyocell-Fasern gehören zur neuen Generation von Cellulosefasern und werden häufig in Bekleidung, Heimtextilien und technischen Textilien eingesetzt. Sie zeichnen sich durch Langlebigkeit, Atmungsaktivität, Komfort und eine geringere Umweltbelastung aus. Grasim hat in Harihar bereits die erste Phase des Lyocell-Projekts mit 55.000 Tonnen Kapazität aufgebaut, die voraussichtlich Mitte 2027 in Betrieb gehen wird. Nach Abschluss der zweiten Phase wird sich diese Kapazität mit der in Bau befindlichen ersten Phase überlagern, sodass die gesamte Lyocell-Kapazität des Unternehmens nahezu 210.000 Tonnen erreicht, was seine Größenvorteile im Markt für nachhaltige, künstliche Cellulosefasern weiter stärkt. Für die indische Textilindustrie bedeutet der Ausbau der Lyocell-Kapazität nicht nur eine Steigerung der Produktion einer einzelnen Faser, sondern betrifft auch die Versorgungsfähigkeit mit vorgelagerten Materialien in den Produktionsketten von Garnen, Stoffen, Bekleidung, Heimtextilien, technischen Textilien und Exportwaren.
Grasim gab an, dass die gesamte Kapazität des Unternehmens für Cellulose-Stapelfasern nach Abschluss der zweiten Phase bis 2030 die Marke von einer Million Tonnen überschreiten wird.
Diese Investition spiegelt auch die Entwicklung der indischen Textilindustrie von der traditionellen Massenproduktion hin zu hochwertigen Materialien wider. Bisher verfügte die indische Textil- und Bekleidungsindustrie über eine solide Basis in den Bereichen Arbeitskräfte, Baumwollspinnerei, Konfektion und Export, benötigt jedoch weiterhin einen kontinuierlichen Ausbau bei Hochleistungs-, umweltfreundlichen und differenzierten Fasermaterialien. Lyocell verwendet ein hocheffizientes, geschlossenes Produktionsverfahren, das es leichter macht, die Beschaffungsanforderungen internationaler Marken nach umweltfreundlichen Materialien, rückverfolgbaren Lieferketten und emissionsarmen Fasern zu erfüllen. Da Konsumgütermarken in Europa, Amerika und Asien den Anteil nachhaltiger Beschaffung erhöhen, wird die Fähigkeit der Faserhersteller, Lyocell, Modal, dopegefärbte Fasern und Recyclingfasern stabil zu liefern, die Auftragsannahmefähigkeit der nachgelagerten Stoffhersteller und Bekleidungsproduzenten beeinflussen. Grasim plant, den Anteil des Spezialproduktportfolios, einschließlich Lyocell, Modal, dopegefärbter und Recyclingfasern, bis 2030 auf 35 % zu steigern. Dies zeigt, dass der Ausbau nicht nur auf die reine Basiskapazität abzielt, sondern die Produktstruktur hin zu höherwertigen Materialien verschiebt.
Das Harihar-Projekt hat auch eine bedeutende Bedeutung für die industrielle Kettenunterstützung. Karnataka und die umliegenden Regionen verfügen über eine solide Basis in der Textil-, Bekleidungs- und Industriefertigung. Die neue Lyocell-Kapazität kann lokalen indischen Garn-, Stoff- und Bekleidungsunternehmen eine stabilere Quelle für grüne Fasern bieten und die Abhängigkeit von externen Lieferungen für einige hochwertige Fasermaterialien verringern. Für exportorientierte Unternehmen trägt eine stabile, lokale Versorgung mit nachhaltigen Fasern dazu bei, die Lieferzeiten zu verkürzen, die Kostenstruktur zu optimieren und besser auf die Umweltkonformitätsanforderungen internationaler Käufer zu reagieren. Mit dem wachsenden Bedarf an technischen Textilien, Sportbekleidung, Heimtextilien und funktionalen Stoffen wird sich das Lyocell-Material auch von traditionellen Bekleidungsanwendungen auf weitere Nischenanwendungen der Leichtindustrie ausdehnen.
Die weiteren Projektfortschritte werden sich auf die Inbetriebnahme der ersten Phase mit 55.000 Tonnen Kapazität im Jahr 2027, den Baufortschritt der beiden Produktionslinien der zweiten Phase, die Finanzierungsplanung und die Kundenqualifikationen im nachgelagerten Bereich konzentrieren. Wenn dieser Ausbau wie geplant voranschreitet, wird Indien eine größere, lokale Kapazitätsunterstützung im Bereich der nachhaltigen Faserherstellung erhalten, und Grasim wird seine Position in der globalen Lieferkette für künstliche Cellulosefasern weiter stärken.
Dieser Artikel wurde von Wedoany übersetzt und bearbeitet. Bei jeglicher Zitierung oder Nutzung durch künstliche Intelligenz (KI) ist die Quellenangabe „Wedoany“ zwingend vorgeschrieben. Sollten Urheberrechtsverletzungen oder andere Probleme vorliegen, bitten wir Sie, uns unverzüglich zu benachrichtigen. Wir werden den entsprechenden Inhalt umgehend anpassen oder löschen.
E-Mail: news@wedoany.com









