Der Goldpreis erreichte am Montag einen Rekordwert von 2.956,19 Dollar pro Unze und übertraf damit den bisherigen Höchststand vom vergangenen Donnerstag, bevor er leicht zurückging. Dies ist die achte Woche in Folge mit Anstiegen für den Goldpreis, die längste Gewinnserie seit 2020. Letzte Woche verzeichneten goldgedeckte börsengehandelte Fonds (ETFs) ihre größten Nettozuflüsse seit 2022, was ein starkes Interesse der Anleger an dem Edelmetall zeigt.
Die Bedenken des Marktes hinsichtlich der Unsicherheit, die die Handels- und Geopolitik des ehemaligen Präsidenten Donald Trump mit sich bringen könnte, haben die Nachfrage nach Gold als sicherer Anlagehafen angekurbelt. Die Goldman Sachs Group Inc. erhöhte ihr Preisziel für Gold zum Jahresende kürzlich auf 3.100 Dollar pro Unze und wies darauf hin, dass die Käufe durch die Notenbanken und die Ausweitung der ETFs die Haupttreiber für einen höheren Goldpreis sein werden.
Der Dollar hat sich am Montag etwas von seinen anfänglichen Verlusten erholt, nachdem Daten eine Verlangsamung der US-Geschäftstätigkeit und ein nachlassendes Verbrauchervertrauen zeigten, während die Inflationserwartungen stiegen. Die Swapmärkte gehen davon aus, dass die Fed den Leitzins erstmals im Juli 2025 senken wird und nicht wie bislang erwartet im September. Ein schwächerer Dollar und niedrigere Kreditkosten stützen normalerweise den Goldpreis.
Im Fokus der Märkte steht diese Woche der von der US-Notenbank bevorzugte Inflationsindikator, der voraussichtlich auf den niedrigsten Stand seit Juni fallen wird. Allerdings dürften die langsamen Fortschritte bei der Milderung des allgemeinen Preisdrucks die politischen Entscheidungsträger hinsichtlich weiterer Zinssenkungen vorsichtig machen.
Um 15:03 Uhr in London lag der Spotpreis für Gold nahezu unverändert bei 2.933,80 Dollar pro Unze. Auch der Bloomberg Dollar Spot Index stabilisierte sich nach drei aufeinanderfolgenden Wochen des Rückgangs. Die Silberpreise blieben stabil, während die Preise für Platin und Palladium fielen.









