In einer entscheidenden Phase angespannter US-amerikanischer Kernbrennstoffversorgung verfolgt Ur-Energy eine Multi-Asset-Strategie zur Uranproduktion in Wyoming, um die heimische Versorgungskapazität zu erhöhen. Die USA verbrauchen jährlich etwa 50 Millionen Pfund U3O8, doch die inländische Produktion beträgt nur 2-3 Millionen Pfund. Als einer der wenigen aktiven US-Uranproduzenten nimmt das Unternehmen eine strategische Position ein. Im Dezember 2025 schloss das Unternehmen den Bau des Shirley-Basin-Standorts durch eine Finanzierung von 120 Millionen US-Dollar ab und behielt sich zusätzliche Entwicklungsoptionen vor.
Lost Creek ist das Hauptproduktionszentrum von Ur-Energy und zielt darauf ab, im vierten Quartal 2026 einen Produktionsrekord aufzustellen. Die Anlage nutzt In-situ-Laugung (ISR) als Bergbautechnologie mit einer Rückgewinnungsrate von über 80% und produziert hochwertige Uranprodukte für den US-Markt. Das Führungsteam wird von Matthew Gili angeführt, der am 30. Juni 2025 sein Amt antrat und über umfangreiche Erfahrung im Bergbaubetrieb verfügt. Obwohl er neu in der Uranindustrie ist, betont er die Stärken des Unternehmens in der tatsächlichen Produktionskapazität und dem professionellen Team.
Shirley Basin, das zweite ISR-Betriebsprojekt, steht kurz vor der Inbetriebnahme und ist als Satellitenanlage für Lost Creek konzipiert. Das Becken verfügt über Ressourcen von etwa 9 Millionen Pfund. Das Unternehmen erwartet, im ersten Quartal 2026 mit der Verarbeitung uranhaltiger Lösungen zu beginnen und die Yellowcake-Produktion im zweiten Quartal aufzunehmen. Gleichzeitig ist Lost Soldier das nächste potenzielle Entwicklungsprojekt. Das Unternehmen plant, im dritten oder vierten Quartal 2026 eine vorläufige Wirtschaftlichkeitsbewertung zu veröffentlichen, um die ISR-Machbarkeit zu bewerten.
Die Vertragsstrategie von Ur-Energy balanciert Einnahmesicherheit und Marktbeteiligung. Die prognostizierte Produktion für 2026 ist vollständig unter Vertrag, für 2027 etwa 70%, wobei der Anteil in den Folgejahren sinkt. Neue Vereinbarungen kombinieren Festpreise und marktbezogene Preise, wobei die Festpreisklauseln bei über 80 US-Dollar pro Pfund liegen. Angesichts des wachsenden US-Uranbedarfs und der sich vergrößernden inländischen Versorgungslücke befindet sich das Unternehmen mit seinen Betriebsanlagen und Expansionsplänen in einer günstigen Position innerhalb der US-Uranproduktion.









