de.wedoany.com-Bericht: Am 10. Juni erhielt ein DOCSIS 4.0-Gerät des taiwanesischen Netzwerkausrüsters Sercomm den Status „Verified for Interoperability" (VFI) von CableLabs und wird in das Netzwerk des US-amerikanischen Kabelfernsehbetreibers Charter Communications integriert. Diese Zertifizierung bedeutet, dass das entsprechende DOCSIS 4.0-Gerät im bestehenden DOCSIS 3.1-Netzwerk normal interoperabel betrieben werden kann und damit eine Gerätevalidierungsgrundlage für die zukünftige Entwicklung von Kabelbreitbandnetzen hin zu höheren Geschwindigkeiten bietet.
DOCSIS 4.0 ist eine wichtige technologische Richtung für die Aufrüstung von Kabelbreitbandnetzen auf Multi-Gigabit-Geschwindigkeiten und hilft Kabelbetreibern, die Downstream- und Upstream-Kapazitäten auf der bestehenden Koaxialkabel-Infrastruktur weiter zu verbessern. Für große US-amerikanische Kabelbetreiber wie Charter hängt die Aufrüstung des Breitbandnetzes nicht nur von der Kopfstellenausrüstung und der Spektrumsplanung ab, sondern erfordert auch umfangreiche Kompatibilitätstests für die Endgeräte auf der Kundenseite. Die Erlangung des VFI-Status durch Sercomm zeigt, dass sein DOCSIS 4.0-Endgerät die von CableLabs durchgeführte Validierung der Interoperabilität mit DOCSIS 3.1-Netzen bestanden hat und somit vorab im bestehenden Netzwerk des Betreibers eingesetzt oder getestet werden kann. Es ist zu beachten, dass VFI nicht mit einer vollständigen DOCSIS 4.0-Zertifizierung gleichzusetzen ist; CableLabs befindet sich derzeit noch im Prozess der Förderung einer vollständigen Zertifizierung für DOCSIS 4.0-Geräte.
Sercomm beliefert seit langem Telekommunikationsbetreiber und Breitbanddienstanbieter weltweit mit Kommunikations- und Breitbandgeräten, die Bereiche wie DOCSIS, Glasfaser, DSL/FTTH, feste drahtlose Zugänge, Wi-Fi-Router und Heimvernetzung abdecken. Die Aufnahme des D4.0-Geräts in die VFI-Liste und die Ausrichtung auf das Charter-Netzwerk spiegeln die anhaltende Beteiligung des Unternehmens am nordamerikanischen Markt für Kabelbreitband-Endgeräte wider.
Für die Kabelbreitbandindustrie ist die Validierung von DOCSIS 4.0-Endgeräten ein wichtiger Schritt vor der Kommerzialisierung des Netzwerk-Upgrades. Betreiber müssen sicherstellen, dass die neue Gerätegeneration sowohl zukünftige Netze mit höheren Geschwindigkeiten unterstützt als auch stabil in den derzeit weit verbreiteten DOCSIS 3.1-Netzen läuft. Dies kann das Einsatzrisiko in der frühen Upgrade-Phase verringern und einen schrittweisen Übergang für Endgeräte auf der Kundenseite, Heim-Gateways, Sprachschnittstellen, Wi-Fi und die Backend-Systeme der Betreiber ermöglichen. Gerätehersteller wie Sercomm, die als erste die Interoperabilitätsvalidierung bestehen und in die Lieferkette führender Betreiber aufgenommen werden, haben die Chance, sich bei der anschließenden großflächigen Einführung von DOCSIS 4.0 eine vorteilhaftere Position zu sichern.
US-amerikanische Kabelbetreiber stehen unter dem Wettbewerbsdruck durch Glasfaser-Breitband, feste drahtlose Zugänge und mobile Konvergenzpakete. Die Steigerung der Kabelnetzgeschwindigkeit und der Upload-Kapazität ist daher ein wichtiger Ansatz, um die Breitbandnutzererfahrung zu erhalten. Charter hat zuvor kontinuierlich seinen Netzwerkentwicklungsplan vorangetrieben. Die Validierung und Einsatzphase von DOCSIS 4.0-Endgeräten wird dazu beitragen, die Multi-Gigabit-Breitbanddienstfähigkeit auf der bestehenden Netzwerkinfrastruktur zu verbessern. Die zukünftige Aufmerksamkeit der Branche wird sich auf den Fortschritt der vollständigen Zertifizierung durch CableLabs, das Tempo der Masseneinführung durch die Betreiber, die Kostenkontrolle der Endgeräte und die stabile Leistung von DOCSIS 4.0 in realen Heimnetzwerken konzentrieren.
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