de.wedoany.com-Bericht: Die National Utility Contractors Association (NUCA) veranstaltet vom 15. bis 19. Juni ihre 10. jährliche Stilllegungsaktion für Grabensicherheit.
Nach Angaben der US-amerikanischen Arbeitsschutzbehörde (OSHA) kamen im vergangenen Jahr 18 Arbeiter bei Grabenbrüchen ums Leben, verglichen mit 13 im Jahr 2024.
Die NUCA erklärt, dass diese Unfälle durch angemessene Schulung der Sicherheitsverfahren bei Aushubarbeiten, den Einsatz geeigneter Schutzsysteme und die strikte Einhaltung der OSHA-Standards vollständig vermeidbar gewesen wären.
Laut NUCA nahmen im vergangenen Jahr 24.200 Mitarbeiter der Branche an Schulungen zur Grabensicherheit im Rahmen der Stilllegungsaktion teil, die von 330 Organisationen auf 460 Baustellen durchgeführt wurden. Die Aktion steht sowohl NUCA-Mitgliedern als auch Nichtmitgliedern offen.
Die Stilllegungsaktion, die erstmals 2016 stattfand, umfasst Sicherheitsschulungen, Bildungsseminare und Live-Demonstrationen von Grabenrettungen. Sie wird gesponsert von NUCA, National Trench Safety, Sunstate Equipment Co./Trench Safety Rentals, Contractor Solutions und United Rentals.
Ziel der Stilllegungsaktion ist es, Arbeitgeber zu ermutigen, während einer Tagespause direkt mit Arbeitern über Grabensicherheit zu sprechen und Werkzeugkastengespräche oder andere Sicherheitsaktivitäten durchzuführen.
Teilnehmer erhalten eine Teilnahmebescheinigung sowie einen Aufkleber für Schutzhelme von der NUCA.
Die Stilllegungsaktion ist Teil des von der NUCA ausgerufenen Monats der Grabensicherheit, in dem der Verband die Öffentlichkeit und Nicht-NUCA-Unternehmen der Branche auf die Bedeutung der Arbeitssicherheit bei Arbeiten in oder in der Nähe von unterirdischen Leitungen und Gräben aufmerksam macht. Die NUCA wird in diesem Monat außerdem mit der Trench Excavation Safety Taskforce (TEST) zusammenarbeiten, um Informationen zur Sicherheit in und um Aushubbereiche auszutauschen.
Der Verband weist darauf hin, dass die Grabensicherheit in den letzten Jahren aufgrund der Finanzierung von Hunderten von Projekten im Bereich Wasserversorgung, Abwasser, Breitband, Strom und Autobahnen durch das bundesstaatliche Infrastrukturgesetz von 2021 noch wichtiger geworden ist.
Interessierte an der Stilllegungsaktion können die Website der NUCA besuchen, wo sie auch verschiedene Sicherheitsressourcen finden. Die Teilnahme ist kostenlos.
Der häufigste Grund für OSHA-Verstöße bei Gräben ist, dass Arbeitgeber keinen ausreichenden Schutz gegen Einstürze bieten. Weitere Verstöße sind das Fehlen von Leitern oder anderen geeigneten Mitteln zum Ein- und Aussteigen aus Gräben, das zu nahe Ablagern von Aushubmaterial am Graben, wodurch Steine und Erde auf Arbeiter fallen können, das Unterlassen täglicher Kontrollen der Aushubarbeiten, das Versagen des auf der Baustelle benannten qualifizierten Mitarbeiters, Arbeiter vor potenziellen Einsturzgefahren zu schützen, sowie Gefahren durch stehendes Wasser im Graben.
Gemäß OSHA-Vorschriften müssen alle Gräben und Aushubarbeiten mit einer Tiefe von 5 Fuß oder mehr eine Form des Einsturzschutzes aufweisen. Von OSHA zugelassene Schutzsysteme umfassen die Abschirmung der Grabenwände mit Grabenkästen oder anderen Stützvorrichtungen, um Bodeneinstürze zu verhindern, das Abschrägen oder Abstufen der Grabenwände durch Schneiden in einem Winkel vom Aushub weg sowie das Abstützen der Grabenwände durch den Einbau von hydraulischen Aluminiumstützen oder anderen Stützen, um Bodenbewegungen zu verhindern. Gräben mit einer Tiefe von 20 Fuß oder mehr müssen von einem registrierten Ingenieur entworfene Schutzsysteme aufweisen. Auch Gräben mit einer Tiefe von nur 3 bis 4 Fuß können tödlich sein und sollten vor dem Betreten von einem qualifizierten Mitarbeiter überprüft werden. Die OSHA verlangt, dass auf der Baustelle ein qualifizierter Mitarbeiter benannt wird, der für die Identifizierung von Gefahren und den Schutz der Arbeiter vor diesen Gefahren verantwortlich ist.
Neben dem Einsturzschutz gibt die OSHA an, dass ein Graben oder Aushub nur betreten werden darf, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind: Es ist eine Form des Einsturzschutzes vorhanden, er wurde ordnungsgemäß von einem qualifizierten Mitarbeiter überprüft, es gibt eine sichere Methode zum Ein- und Aussteigen aus Gräben mit einer Tiefe von 4 Fuß oder mehr (z. B. eine Leiter, deren oberes Ende mindestens 3 Fuß über der Grabenkante liegt), Geräte und Materialien befinden sich mindestens 2 Fuß von der Kante entfernt, und es gibt kein stehendes Wasser und keine atmosphärischen Gefahren.
Die NUCA gibt außerdem folgende Sicherheitstipps: Vor dem Aushub alle unterirdischen Versorgungsleitungen lokalisieren; der benannte qualifizierte Mitarbeiter auf der Baustelle sollte den Bereich, der abgeschrägt, gestützt oder abgeschirmt wurde, niemals verlassen; stehendes Wasser vor dem Betreten des Grabens beseitigen oder kontrollieren; bei Arbeiten in oder in der Nähe von zuvor gestörten Bodenverhältnissen wachsam sein; Fahrzeuge nicht zu nahe an die Grabenkante heranfahren lassen; regelmäßig auf gefährliche Materialien und Sauerstoffgehalt im Graben prüfen; Maschinen niemals unbeaufsichtigt laufen lassen; Leitern oder Rampen zum Ein- und Aussteigen in den Graben verwenden und die Leitern innerhalb des Schutzsystems platzieren; niemals auf Stützen oder Schutzplatten klettern und niemals auf Geräteschaufeln oder -haken mitfahren; beim Arbeiten in oder in der Nähe von Gräben einen Schutzhelm tragen und sich nicht unterhalb von Hebelasten aufhalten.
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