de.wedoany.com-Bericht: Die Île-de-France-Abteilung des französischen Bauverbands (FFB) hat auf einer kürzlich abgehaltenen Pressekonferenz eine Analyse der Lage im Baugewerbe auf Basis der Daten bis Ende Februar 2026 vorgelegt. Der Verband wies darauf hin, dass die Erholungssignale real, aber noch fragil seien und durch mehrere Bedrohungen wie steigende Materialkosten, geopolitische Spannungen und zunehmende regulatorische Belastungen gefährdet würden.
Die neuesten Daten zeigen eine gewisse positive Entwicklung in der Branche: Die Zahl der genehmigten Wohnungen beträgt 67.500, ein Anstieg von 31,4 % im Jahresvergleich; die Zahl der begonnenen Wohnungen liegt bei 47.000, ein Plus von 14,7 %. Die begonnene Fläche im Nichtwohnungsbau stieg um 8,1 % auf 2,706 Millionen Quadratmeter; die genehmigte Fläche nahm um 18,1 % auf 4,409 Millionen Quadratmeter zu. Die Analyse führt diese Verbesserung auf die starke Wohnungsnachfrage sowie öffentliche Anreize wie das Gesetz Jeanbrun (loi Jeanbrun) und den Status des privaten Vermieters (statut du bailleur privé) zurück. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ging leicht zurück, mit einem Rückgang von 1,3 % im ersten Quartal 2026 auf insgesamt 3.479 Fälle; diese Verbesserung verdeckt jedoch die anhaltende Anfälligkeit, insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen sowie Kleinstunternehmen, deren Liquidität aufgrund steigender Kosten und Zahlungsverzögerungen stärker unter Druck gerät.
Der Bericht warnt davor, dass mehrere Faktoren die Erholung bedrohen: steigende Materialkosten senken die Rentabilität und die Erschwinglichkeit von Wohnraum; die RE2020-Verordnung für den tertiären Sektor erhöht die Baukosten; internationale Konflikte stören die Lieferkette und treiben die Energiepreise in die Höhe. Trotz der Unterstützung durch Energiesparzertifikate (CEE) ging das Volumen der Instandhaltungs- und Renovierungsarbeiten bis Ende 2025 um 1,8 % zurück, was hauptsächlich auf hohe Kosten, Arbeitskräftemangel und Unterbrechungen bei den Subventionen zurückzuführen ist. Der Regionalverband hofft, mit Hilfe der beiden Programme „MaPrimeRénov‘" und „Plan Relance Logement" im zweiten Quartal 2026 eine Geschäftsbelebung zu erreichen. Die Beschäftigung in der Branche stagniert, die Zahl der Arbeitnehmer sank um 0,7 % auf 356.599; die Zahl der Zeitarbeitskräfte ging bis Ende Februar 2026 um 5,6 % zurück, was auf eine Verlangsamung der Einstellungen und eine zunehmende Unsicherheit für die Mitarbeiter hindeutet.
Um die Erholung zu festigen, hat die Île-de-France-Abteilung der FFB mehrere Vorschläge unterbreitet: Beschleunigung der Projektgenehmigungsverfahren; Stabilisierung von Subventionen wie MaPrimeRénov‘ und CEE in einem mehrjährigen Plan; Schulung der Mitarbeiter im Bereich der Energiewende; sowie Einrichtung einer Beobachtungsstelle für Material- und Energiekosten. Der „Plan Relance Logement" (Gesetz Jeanbrun) hat dem Markt Hoffnung gegeben, indem er die Politik für Altbauten lockert und Einfamilienhäuser (außer Neubauten) in den Anwendungsbereich einbezieht. Der Regionalverband fordert darüber hinaus eine Ausweitung des Plans auf den Neubau von Einfamilienhäusern, um das Ziel von über 81.000 neuen Wohnungen pro Jahr bis 2035 zu erreichen. Gleichzeitig betont der Verband, dass Leerzeiten zwischen den Projekten des Nationalen Stadtentwicklungsprogramms (ANRU) vermieden und der Zugang kleiner und mittlerer Unternehmen sowie Kleinstunternehmen zum öffentlichen Beschaffungsmarkt erleichtert werden sollten.
Edouard Durier, Vizepräsident für Wirtschaftsfragen der Île-de-France-Abteilung der FFB, fasste zusammen, dass 2026 ein Jahr der Erholung werden könnte, wenn alle Beteiligten die lokalen Chancen nutzen und gleichzeitig die externen Risiken wirksam kontrollieren könnten. Die Abteilung werde sich weiterhin mobilisieren, um die Beschäftigten zu unterstützen und die Herausforderungen in Hebel für nachhaltiges Wachstum umzuwandeln.
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