de.wedoany.com-Bericht: Shokz baut seine Wettbewerbsfähigkeit auf strenge technische Tests und Fertigungsprozesse. Das chinesische Unternehmen, bekannt für seine Knochenleitungskopfhörer, stellt durch eine durchgängige Kette vom Labor bis zur Montagefabrik sicher, dass seine Produkte den harten Anforderungen von Sportlern standhalten.
Ken Chen, Mitbegründer von Shokz, sagt, das Unternehmen habe die Produkte schon immer für sich selbst sprechen lassen. Shokz begann als kleine Fabrik, die Funkkopfhörer für andere Hersteller produzierte; die Knochenleitungstechnologie kam über diesen spezialisierten Weg. Die frühen Kopfhörer waren klobig und verbesserungswürdig; auf der CES 2011 verstand fast niemand die Marke. Es folgte ein langer Kampf mit der Physik: Knochenleitung stärker, musikalischer, mit weniger Vibration und Schallaustritt zu machen.
In den Einrichtungen von Shokz wird viel Personal für die Qualitätskontrolle eingesetzt: Arbeitsplätze, Prozesse, Techniker sowie Teile, die geschnitten, beobachtet und gemessen werden. Ziel der Validierung ist es, ob ein Kopfhörer dem täglichen Gebrauch eines Sportlers standhält. Im mechanischen Labor werden die Produkte Biege-, Torsions-, Fall- und Drucktests unterzogen. Der Kopfbügel wird tausendfach hin und her gebogen, um Bewegungen wie Aufsetzen, Abnehmen und Einwerfen in die Tasche zu simulieren. Gemessen wird die Kraft, die zum Betätigen der Tasten erforderlich ist; die Benutzererfahrung kann manchmal von wenigen Gramm Druck abhängen.
Shokz versucht auch, die Bedingungen nachzubilden, denen Sportler bei wiederholten, intensiven Aktivitäten ausgesetzt sind. Künstlicher Schweiß wird auf die Ladekontakte aufgetragen, um deren Korrosionsbeständigkeit zu testen. Kälte ist ein weiterer Prüfstein; Titanlegierungsdrähte werden bei niedrigen Temperaturen auf ihre Eigenschaften getestet, Materialien werden thermischen Schocks ausgesetzt. UV- und Xenon-Lampentests simulieren Sonneneinstrahlung, um die Materialalterung zu beobachten. Silikon wird mit TPE (thermoplastischem Elastomer) verglichen.
Shokz ist nicht mehr nur eine Knochenleitungsmarke, sondern treibt heute das breitere Format des offenen Hörens (Open-Ear) voran, einschließlich der gerichteten Luftleitung. Die Marke hat Standards auf vier Säulen aufgebaut: Komfort und Halt, Kontrolle von Schallaustritt, Klangqualität und Alltagstauglichkeit. Der Komfort wird mit einem Shore-Härteprüfgerät gemessen, um die Flexibilität des Hautkontakts zu bestimmen; ein Rütteltisch und eine Hochgeschwindigkeitskamera werden verwendet, um die dynamische Trage Stabilität zu beobachten. Subjektive Tests umfassen Benutzer mit unterschiedlichen Ohrformen, die möglicherweise eine Brille tragen, lange Haare haben oder einen Helm tragen.
Die Produktion erfolgt im Werk von Luxshare ICT, das zwischen Guangzhou und Shenzhen liegt. Dieses Werk produziert auch für Apple, darunter Teile des iPhones und der Vision Pro. Für den aktuell produzierten OpenDots 2-Kopfhörer sind vier Produktionslinien speziell für die Fertigung eingerichtet. Jede Linie ist mit 114 Mitarbeitern besetzt. Die Tagesproduktion beträgt 2.800 Hörer, also 1.400 Paare. Die Herstellung eines Hörers dauert 6 bis 8 Stunden, die Ausschussrate liegt bei etwa 4 %. Die Montage gliedert sich in mehrere Unterbaugruppen: den weichen Silikon-Kopfbügel, den oberen Teil und den unteren Teil. Der Kopfbügel stammt aus der Silikonfabrik von Shokz.
Die Silikonfabrik bei Zhengxiang Precision wurde 2022 von Shokz gegründet. Die Marke setzt auf das Ultra-Zero-Formverfahren, das erstmals bei der OpenFit 2-Serie zum Einsatz kam. Es kombiniert Präzisionsformen, Umspritzung und mehrschichtige Strukturen. Bei einigen Produkten, wie dem OpenFit Pro, ist das Silikon zweilagig aufgebaut: Die Innenschicht ist weicher und liegt angenehmer auf der Haut, die Außenschicht ist härter für Halt und Langlebigkeit. Diese proprietäre Technologie hat die eigenen Produkte von Shokz übertroffen; das Unternehmen beginnt, sie an einige Wettbewerber zu liefern.
Shokz gibt an, etwa 4.000 Mitarbeiter zu beschäftigen. Ken Chen erklärt, sein oberstes Ziel sei immer noch das „Überleben". Nachdem man gesehen hat, wie Shokz Kopfbügel verwindet, Kontakte besprüht, Ausschussteile zerschneidet, Formen mit Mikrometergenauigkeit misst und Silikon selbst mischt, erscheint dieses Wort treffend. Es ist eine industrielle Methode: biegen, testen, korrigieren, neu beginnen, bis das Produkt so langlebig ist wie der Mensch, der es trägt.

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