Südkoreas SKT investiert zusätzlich in Anthropic und beteiligt sich an der H-Serie-Finanzierung
2026-06-11 10:01
Merken

de.wedoany.com-Bericht: SK Telecom (SKT) gab in Tokio, Japan, eine zusätzliche Investition in das KI-Unternehmen Anthropic bekannt. Dies ist der jüngste Schritt des Unternehmens, seine Transformation zu einem „KI-Unternehmen“ zu beschleunigen, angeführt von einer umfassenden KI-Strategie (Full-Stack-Strategie). SKT-CEO Jeong Jae-heon erklärte bei einem Treffen mit Journalisten, dass sich das Unternehmen kürzlich an der von Anthropic geführten H-Serie-Finanzierungsrunde beteiligt habe, nannte jedoch keine konkrete Investitionssumme.

Jeong Jae-heon, CEO von SK Telecom, am T-Gebäude. / Grafik erstellt mit Google Gemini.

Diese Investition erfolgt, nachdem SKT seine Teilnahme an der von Anthropic geführten globalen KI-Sicherheitsallianz „Project Glasswing“ bekannt gegeben hatte. Branchenanalysten gehen davon aus, dass der Wert der von SKT gehaltenen Anteile voraussichtlich erheblich steigen wird, da Anthropic voraussichtlich noch in diesem Jahr einen Börsengang (IPO) durchführen wird. Jeong Jae-heon erklärte, dass SKT derzeit keine finanziellen Schwierigkeiten habe und aufgrund der fortlaufenden Zusammenarbeit mit Anthropic kurzfristig keine Pläne zum Verkauf der Anteile bestehen. Er wies darauf hin, dass SKT Anthropic im Bereich Infrastruktur und Datengeschäft benötige, während Anthropic wiederum versuche, sich eigene Rechenkapazitäten zu sichern – es gebe Bereiche, in denen beide Seiten gemeinsam verhandeln könnten.

SKT investierte im August 2023 100 Millionen US-Dollar in Anthropic und erhielt dafür etwa 2 % der Anteile. Nach der anschließenden Ausgabe neuer Aktien durch Anthropic verwässerte sich der Anteil von SKT auf etwa 0,3 %. Das Gesamtvolumen der kürzlich abgeschlossenen H-Serie-Finanzierungsrunde von Anthropic belief sich auf 65 Milliarden US-Dollar (etwa 97 bis 98 Billionen KRW). Zu den Teilnehmern gehörten Samsung Electronics, SK Hynix, SKT und Micron. In dieser Finanzierungsrunde wurde Anthropic mit 965 Milliarden US-Dollar (etwa 1470 Billionen KRW) bewertet. Schätzungen zufolge beträgt der aktuelle Wert der früheren Investition von SKT in Höhe von 100 Millionen US-Dollar (etwa 130 Milliarden KRW) nun mehrere Billionen KRW.

SK Telecom-CEO Jeong Jae-heon spricht am 10. Juni bei einer Pressekonferenz im NTT-Hauptsitz in Tokio, Japan. / Foto bereitgestellt von SK Telecom

SKT ist der einzige Mobilfunkbetreiber aus Asien, der an der von Anthropic geführten globalen KI-Sicherheitsallianz „Project Glasswing“ teilnimmt. Diese Allianz ist ein internationaler Kooperationsrahmen, der ausgewählten Unternehmen vorab Zugang zu Anthropics leistungsstarkem KI-Modell „Claude Mithos“ gewährt, um Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und Abwehrsysteme aufzubauen. Zu den Mitgliedern der Allianz gehören globale Technologiegiganten wie Google, Microsoft, Apple und Amazon Web Services (AWS) sowie Sicherheitsunternehmen wie Cisco, Palo Alto Networks und CrowdStrike – insgesamt über 50 Unternehmen und Institutionen. Die Allianz teilt die Mithos-Vorschauversion in begrenztem Umfang und hat mit dieser Version bereits über 10.000 hochriskante oder kritische Sicherheitsmängel entdeckt.

Das Modell „Claude Mithos“ kann komplexere Codefehler erkennen als herkömmliche Chatbot-basierte KI und verbessert die Fähigkeit zur Analyse simulierter mehrstufiger Cyberangriffe. Es verfügt über umfangreiche Fähigkeiten zur Erkennung und Analyse von Schwachstellen und kann zwar für die Sicherheitsforschung eingesetzt werden, es besteht jedoch auch die Sorge, dass es für automatisierte Angriffe missbraucht werden könnte. Die Branche betrachtet Mithos als „zweischneidiges Schwert“: ein mächtiges Schutzwerkzeug in der Verteidigung, aber eine potenzielle Angriffswaffe in den Händen von Hackern.

Durch die Teilnahme an diesem Projekt erhielt SKT frühzeitigen Zugriff auf Claude Mithos. Das Unternehmen plant, Tests gemäß strengen Vorschriften und Verwaltungsrichtlinien durchzuführen, um die sichere Nutzung der neuen Technologie zu gewährleisten. Ziel ist es, Sicherheitsrisiken vorbeugend abzuwehren und das Sicherheitsniveau der eigenen Kerninfrastruktur und Dienste zu erhöhen. Ein SKT-Vertreter erklärte, dass das Unternehmen als Betreiber von Kommunikations- und KI-Infrastruktur, die für den Alltag von zig Millionen Bürgern unerlässlich ist, auf Basis dieser Zusammenarbeit zur Stärkung der digitalen Sicherheit Südkoreas beitragen werde. Man führe derzeit Tests gemäß strengen Vorschriften und Verwaltungsrichtlinien durch, um die sichere Nutzung der neuen Technologie zu gewährleisten.

Dieser Artikel wurde von Wedoany übersetzt und bearbeitet. Bei jeglicher Zitierung oder Nutzung durch künstliche Intelligenz (KI) ist die Quellenangabe „Wedoany“ zwingend vorgeschrieben. Sollten Urheberrechtsverletzungen oder andere Probleme vorliegen, bitten wir Sie, uns unverzüglich zu benachrichtigen. Wir werden den entsprechenden Inhalt umgehend anpassen oder löschen.

E-Mail: news@wedoany.com