Ukrainischer Staatskonzern Naftogaz unterzeichnet Restrukturierungsabkommen über 1,38 Milliarden US-Dollar
2026-06-11 10:23
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de.wedoany.com-Bericht: Die ukrainische Naftogaz hat eine vorläufige Einigung über die Restrukturierung von zwei Eurobonds im Gesamtwert von 1,2 Milliarden Euro (etwa 1,38 Milliarden US-Dollar) erzielt, die in diesem Jahr bzw. 2028 fällig werden. Der anhaltende Krieg Russlands fügt der Energieinfrastruktur des Landes weiterhin Schäden zu.

Sofern die Zustimmung erfolgt, werden die ursprünglich am 19. Juli 2026 fälligen Eurobonds in Höhe von 695 Millionen Euro (802 Millionen US-Dollar) und die ursprünglich am 8. November 2028 fälligen Schuldverschreibungen in Höhe von 584 Millionen US-Dollar auf Januar 2032 bzw. Januar 2033 verlängert.

Der Vorstandsvorsitzende Sergii Koretskyi erklärte in einer Pressemitteilung, dass ein erfolgreicher Abschluss der Restrukturierung dem Unternehmen mehr Flexibilität verschaffen werde, um Ressourcen für die Wiederherstellung der Infrastruktur und die Vorbereitung auf die Heizperiode einzusetzen.

Seit 2025 hat Russland das Ausmaß und die Intensität seiner Angriffe auf die ukrainische Energiebranche verstärkt und dabei Gas- und Stromerzeugungsanlagen ins Visier genommen. Sergii Koretskyi gab an, dass Russland im Jahr 2025 mehr als 229 Angriffe auf die Vermögenswerte des Unternehmens verübt habe – mehr als in den drei vorangegangenen Jahren zusammen. Im Jahr 2026 wurden bereits über 170 Angriffe verzeichnet.

Naftogaz hatte im Juli 2023 zwei Schuldverschreibungen restrukturiert, die ursprünglich 2024 und 2026 fällig gewesen wären. Das Unternehmen erklärte in der Mitteilung, dass die Grundsatzvereinbarung noch der Zustimmung des Unternehmens und der Regierung bedarf.

Vor dem Krieg mit Russland deckte die Ukraine ihren Erdgasbedarf fast vollständig durch die heimische Produktion, deren Anlagen in der Region Poltawa in der Landesmitte und in der Region Charkiw im Nordosten liegen. Naftogaz meldete, dass seine Erdgasproduktion von 14,7 Milliarden Kubikmetern im Jahr 2024 auf 13,3 Milliarden Kubikmeter im Jahr 2025 gesunken sei.

Koretskyi erklärte, das Unternehmen sei gezwungen gewesen, Erdgas zu importieren, um die Verluste aus der heimischen Produktion auszugleichen. Naftogaz gab an, im Jahr 2025 rund 5,7 Milliarden Kubikmeter Erdgas importiert zu haben, um die Nachhaltigkeit der Heizperiode 2025/2026 zu gewährleisten. Das Unternehmen machte keine Angaben zu den Erdgasimporten im Jahr 2024.

Die Ukraine kauft in der Herbst-Winter-Saison Gas für die Heizperiode ein. Nach Angaben des Energieministeriums muss das Land vor Beginn der Heizperiode 13 Milliarden Kubikmeter Erdgas speichern. 1 US-Dollar = 0,8669 Euro.

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