Südkoreas SK Hynix plant Verdreifachung der Wafer-Produktion
2026-06-11 11:13
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de.wedoany.com-Bericht: Am 11. Juni erklärte Chey Tae-won, Vorsitzender der südkoreanischen SK Group, dass das zur Gruppe gehörende Speicherchip-Unternehmen SK Hynix plane, die Wafer-Produktionskapazität bis 2034 auf das Dreifache des aktuellen Niveaus zu steigern, um der durch Künstliche Intelligenz (KI) getriebenen Nachfrage nach Speicherchips gerecht zu werden. Chey hatte zuvor bereits prognostiziert, dass sich die Wafer-Produktionskapazität von SK Hynix in den nächsten fünf Jahren zunächst verdoppeln werde.

Es handelt sich um eine langfristige Kapazitätserweiterung, die auf den KI-Rechenleistungszyklus ausgerichtet ist. SK Hynix ist ein zentrales Unternehmen in der südkoreanischen Halbleiterlieferkette und ein wichtiger Speicherpartner für die KI-Plattform von Nvidia. Mit der kontinuierlichen Ausweitung von Large-Model-Training, Inferenzdiensten und Cloud-Rechenleistungsplattformen steigt die Nachfrage nach Hochbandbreit-Speicher (HBM), fortschrittlichem DRAM und Enterprise-Speicherprodukten. Speicherunternehmen müssen daher frühzeitig Kapazitäten in der Wafer-Fertigung, der fortschrittlichen Verpackung und der Prüfung sichern. Chey erwähnte während der Computex Taipei, dass der Bau neuer Speicher-Waferfabriken hohe Investitionen erfordere und es von der Errichtung bis zur effektiven Produktionskapazität in der Regel einen langen Zeitraum brauche; die Angebotsknappheit könne bis etwa 2030 anhalten.

Diese Erweiterungsrunde wird nicht nur die Waferfabriken selbst betreffen. Wenn SK Hynix die Kapazität wie geplant ausbaut, wird dies nachfolgend Bereiche wie Lithografie, Ätzen, Dünnschichtabscheidung, Reinigung, Prüfung, Reinraumtechnik, Gebäudetechnik, Reinstwasser, Stromversorgung und fortschrittliche Verpackung beeinflussen. Für Unternehmen der Halbleiterausrüstung, -materialien und -technikdienstleistungen wird die KI-Speicherkapazitätsplanung zu einem wichtigen Indikator für die Beurteilung der zukünftigen Auftragsdynamik.

Neben der Kapazitätserweiterung treibt die SK Group auch die Zusammenarbeit im Bereich der KI-Infrastruktur voran. Nvidia hat kürzlich mit mehreren südkoreanischen Unternehmen KI-bezogene Kooperationen vereinbart, darunter eine mehrjährige Zusammenarbeit mit SK Hynix im Bereich der nächsten Speichergeneration. Marktgerüchten zufolge plant die SK Group zudem gemeinsam mit Nvidia zwischen 2028 und 2029 den Bau eines KI-Rechenzentrums in Japan. Sollte dieses Projekt später realisiert werden, würde es die südkoreanische Speicherchip-Versorgung, die Nvidia-Rechenleistungsplattform und den Bau regionaler Rechenzentren in Japan miteinander verbinden.

Aus Sicht der Lieferkette spiegelt der Expansionsplan von SK Hynix die zunehmende Verflechtung zwischen fortschrittlichen Speicherlösungen und KI-Rechenzentren wider. Während die Speicherkapazitätserweiterung in der Vergangenheit eher den Zyklen von Unterhaltungselektronik und Servern folgte, müssen nun gleichzeitig die GPU-Plattformentwicklung, der KI-Cloud-Ausbau sowie die Stromversorgung und Kühlung der Rechenzentren berücksichtigt werden. Mit den weiter steigenden Investitionen in die KI-Infrastruktur in Asien wird die Verknüpfung zwischen Wafer-Kapazität, Verpackungskapazität und Rechenzentrumsbau noch deutlicher werden.

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