de.wedoany.com-Bericht: Mitsubishi Electric und die finnische Technische Forschungszentrum VTT haben bekannt gegeben, dass ihre gemeinsam entwickelte Lösung zur direkten CO₂-Abscheidung aus Meerwasser (DOC) einen Meilenstein erreicht hat. Das Projekt ist von der frühen Forschungsphase in die technische Validierung und die Planung zukünftiger Demonstrationsprojekte übergegangen.

Bei diesem Kooperationsprojekt handelt es sich um eine elektrochemische DOC-Lösung, die seit dem Start der Partnerschaft im Jahr 2024 entwickelt wurde. Antti Arasto, Projektleiter und Vizepräsident von VTT, erklärte, dass es sich um eine langfristige, wirkungsvolle Herausforderung handele, die Forschung in reale Durchbrüche umsetzen könne. Durch entschlossenes Engagement und fokussierte Forschung habe das Projekt in kurzer Zeit bemerkenswerte technologische Fortschritte erzielt. Die Zusammenarbeit mit Mitsubishi Electric habe die DOC-Technologie in eine Phase gebracht, in der weitere technische Validierungen möglich seien, um zukünftige großflächige Skalierungen und Feldimplementierungen zu unterstützen.
Seiji Oguro, Executive Director und Vice President der Sustainable Innovation Group von Mitsubishi Electric, betonte, dass man die strategischen Partnerschaften weiter stärken und neue Partner willkommen heißen werde, um die Kommerzialisierung zu beschleunigen. Gleichzeitig strebe man ein Geschäftsmodell des „Trade-On“ (gegenseitiger Nutzen) an, um gesellschaftliche Herausforderungen zu bewältigen und nachhaltiges Geschäftswachstum zu fördern.
Das gemeinsame DOC-Projekt basiert auf einem Ansatz der Ansäuerung: Meerwasser wird vorübergehend angesäuert, wodurch gelöstes Kohlendioxid in gasförmiger Form freigesetzt und abgeschieden wird. Im Gegensatz zur alkalischen Route, bei der CO₂ als festes Karbonat gespeichert wird, ermöglicht die von Mitsubishi Electric und VTT verwendete DOC-Methode, das zurückgewonnene CO₂ entweder dauerhaft zu speichern (CCS) oder als Rohstoff für industrielle Prozesse zu nutzen (CCU).
Als Weg zur Kohlenstoffentfernung zielt DOC darauf ab, an küstennahen Industrieanlagen wie Meerwasserentsalzungsanlagen und Kraftwerken eingesetzt zu werden, die bereits große Mengen Meerwasser verarbeiten. Das System hilft, die übermäßige CO₂-Belastung zu bekämpfen, indem es gelösten anorganischen Kohlenstoff aus dem Meerwasser entfernt und die Wiederaufnahme von CO₂ aus der Atmosphäre durch die Ozeane fördert. Durch die Nutzung vorhandener Wasserentnahmestellen, Vorbehandlungs- und Hilfssysteme bietet DOC Skalierungsmöglichkeiten und reduziert die Infrastrukturinvestitionen, die bei herkömmlichen Lösungen oft erforderlich sind. Laut Expertenstudien hat DOC langfristig das Potenzial, jährlich mehrere Gigatonnen Kohlenstoff zu entfernen.
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