Großbritannien startet 1,3-Millionen-Pfund-Programm zur Erforschung des Recyclings von Kunstrasen
2026-06-11 10:42
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de.wedoany.com-Bericht: Ein von der University of the West of Scotland mitgeleitetes nationales Forschungsprogramm sucht nach Wegen, um Kunstrasenplätze nach dem Ende ihrer Lebensdauer nachhaltig zu recyceln.

Jedes Jahr werden Millionen Quadratmeter Kunstrasen entfernt – ein wachsendes Umweltproblem. Das auf drei Jahre angelegte Projekt „ReSurface“ kostet knapp 1,3 Millionen Pfund und untersucht, wie in Großbritannien ein effizienteres und umweltfreundlicheres System zur Verwaltung und zum Recycling von Kunstrasenmaterialien aufgebaut werden kann.

Derzeit sind die Recyclingmöglichkeiten sehr begrenzt. Viele ausgediente Rasenflächen werden zu spezialisierten Anlagen transportiert, die weit von den ursprünglichen Standorten entfernt sind. Der daraus resultierende Transportbedarf erhöht die Kosten und verursacht CO₂-Emissionen, während die vorhandenen Verarbeitungskapazitäten mit der Nachfrage nicht Schritt halten können.

Die Sportbranche sucht nach Wegen, ihre Umweltbilanz zu verbessern. Organisationen wie die FIFA betonen, dass bis 2028 eine ausgereifte Recycling-Infrastruktur vorhanden sein muss, die sämtliche ausgedienten Kunstrasen verarbeiten kann. Das Projekt wird neue Methoden zur Rückgewinnung wertvoller Materialien aus Altkunstrasen untersuchen. Die Forscher konzentrieren sich darauf, die Bestandteile moderner Kunstrasensysteme – wie Füllmaterialien, Trägerschichten und Kunststoffe – zu trennen und gleichzeitig neue kommerzielle Verwendungsmöglichkeiten für die recycelten Outputs zu finden.

Das Projekt wird auch die Funktionsweise eines künftigen Recyclingnetzwerks in Großbritannien untersuchen. Durch den Vergleich verschiedener Infrastrukturszenarien hofft das Forschungsteam, Wege zu finden, die sowohl die Umweltauswirkungen verringern als auch wirtschaftlich tragfähig bleiben.

Das Projekt wird vom Engineering and Physical Sciences Research Council und dem britischen Ministerium für Umwelt, Ernährung und ländliche Angelegenheiten (Defra) finanziert. Es wird von Wissenschaftlern der Loughborough University und der University of the West of Scotland geleitet, mit Beteiligung von Partnern aus der Recyclingbranche, dem Sportsektor und dem Politikbereich. Die Beteiligung der University of the West of Scotland wird von Dr. Phillip Cowie koordiniert; zum Team gehören auch Dr. Kiri Rodgers und Professor Emeritus Andrew Hursthouse.

Dr. Phillip Cowie erklärte, dass Kunstrasenplätze in ganz Großbritannien eine wichtige Rolle bei der Unterstützung sportlicher Aktivitäten spielen, aber die Umweltprobleme nach ihrer Entsorgung gelöst werden müssen. Jedes Jahr werden Millionen Quadratmeter Kunstrasen entfernt, die Recyclingmöglichkeiten sind weiterhin begrenzt, und viele Materialien sind schwer zu recyceln und wiederzuverwenden. Das Projekt zielt darauf ab, dieses Problem zu lösen. Professor Emeritus Andrew Hursthouse ergänzte, dass das ReSurface-Projekt Fachwissen aus Wissenschaft, Industrie und Politik bündelt, um praktische Lösungen zu entwickeln, die das Recyclingmanagement von Kunstrasen verändern. Durch die Entwicklung neuer Recyclingtechnologien, die Suche nach höherwertigen Verwendungsmöglichkeiten für recycelte Materialien und die Erforschung einer effektiven nationalen Recyclinginfrastruktur soll ein echter Kreislaufansatz erreicht werden, der Abfall reduziert, CO₂-Emissionen senkt und langfristige Umweltvorteile für die Sportbranche bringt.

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