Airbus zeigt auf der ILA Berlin 3D-gedruckte Bauteile mit 45 % Gewichtsreduktion und Wasserstofftechnologie
2026-06-11 11:42
Merken

de.wedoany.com-Bericht: Airbus hat auf der diesjährigen Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin mehrere innovative Luftfahrttechnologien in den Bereichen Materialien, Antriebssysteme und Fabrikbetrieb vorgestellt. Die Messe, deren Ursprünge bis ins Jahr 1909 zurückreichen, nutzte Airbus als Plattform, um die Forschungsergebnisse des vergangenen Jahres in den Bereichen Strukturleichtbau, Wasserstoff und digitale Intelligenz zu präsentieren.

Im Materialbereich zeigte Airbus einen in Zusammenarbeit mit CTC und Broetje-Automation entwickelten integralen Rumpfrahmen, der im Resin-Transfer-Molding-Verfahren (RTM) gefertigt wird und komplexe Elemente zu einem einzigen hochpräzisen Bauteil vereint. Dieses Verfahren eliminiert energieintensive Klimatisierungsschritte und zielt auf eine Steigerung der Produktionseffizienz ab. Eine interaktive Ausstellung namens „Wiege mich!“ ermöglichte es den Besuchern, den Gewichtsunterschied zwischen traditionellen Materialien und leichten Verbundwerkstoffen zu vergleichen. Ebenfalls ausgestellt wurde eine 3D-gedruckte Türschlossachse, die bereits im A350 zum Einsatz kommt. Dieses additiv gefertigte Bauteil ersetzt zehn Einzelteile durch ein einziges Titanbauteil und wiegt 45 % weniger als sein Vorgänger. Airbus präsentierte außerdem einen Zylinder aus recyceltem Titan, der aus Metall von ausgemusterten Flugzeugen hergestellt wurde. Dieser Zylinder aus einer Legierung der Güteklasse 5 soll die CO₂-Emissionen reduzieren, die durch die Gewinnung von Primärrohstoffen entstehen. Das bionisch gestaltete Projekt „Flügel von morgen“ verwendet klappbare Flügelspitzen, die längere und schlankere Tragflächen ermöglichen, ohne die Infrastruktur der Flughafenbrücken zu verändern, und so die Treibstoffeffizienz verbessern. Das Modell einer Rotornabe des Hubschraubers H160 verwendet Kohlefaser und PEEK-Thermoplast und weist eine bessere Ermüdungsbeständigkeit und eine geringere Umweltbelastung auf als herkömmliche duroplastische Harze.

Im Bereich Antrieb und Betrieb präsentierte Airbus ein Navigationsdemonstrationssystem auf Basis von Quantensensoren. Dieses System liefert Positionsinformationen durch das Auslesen des Erdmagnetfelds und kann als hochpräzise, manipulations- und störungssichere Ergänzung zur herkömmlichen Satellitennavigation dienen.

Quantensensorik

Das Brennstoffzellenmodell des Wasserstoff-Flugzeugprojekts ZEROe wandelt Wasserstoff in elektrische Energie um, wobei als einziges Nebenprodukt Wasser entsteht. Ziel ist es, bei Verwendung von grünem Wasserstoff einen nahezu CO₂-neutralen Flug zu ermöglichen. Darüber hinaus wurde eine KI-gestützte Demonstrationsbrille gezeigt, die von einem großen Sprachmodell (LLM) angetrieben wird. Sie kann die Reaktion des Piloten vorhersagen, indem sie seine Augenbewegungen erfasst, und so zur Optimierung digitaler Zwillinge und der zukünftigen Pilotenausbildung beitragen.

Im Bereich Produktionsinnovationen hat die Robotikabteilung von Airbus den multifunktionalen Roboter CabinMarker entwickelt. Dieser Roboter kann Flugzeugsitze automatisch positionieren und ersetzt die Bediener bei sich wiederholenden manuellen Aufgaben, die Knien und Kriechen erfordern. Ziel ist es, die Gesundheit der Bediener zu schützen und gleichzeitig die Montagegenauigkeit zu verbessern.

CabinMaker arbeitet mit einem Bediener zusammen

Airbus nutzt zudem die digitale Zwillingstechnologie in Kombination mit erweiterter Analyse und künstlicher Intelligenz, um reale Objekte oder Prozesse zu modellieren und zu optimieren. Derzeit wird diese Technologie im Bereich des wasserstoffbetriebenen Fliegens eingesetzt, um die ideale Architektur von Brennstoffzellenmotoren zu entwerfen. Diese Exponate spiegeln die technologischen Wege von Airbus zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks wider, die von Materialrückgewinnung und -wiederverwendung über Leichtbaudesign bis hin zu intelligenter Produktionsunterstützung reichen.

Dieser Artikel wurde von Wedoany übersetzt und bearbeitet. Bei jeglicher Zitierung oder Nutzung durch künstliche Intelligenz (KI) ist die Quellenangabe „Wedoany“ zwingend vorgeschrieben. Sollten Urheberrechtsverletzungen oder andere Probleme vorliegen, bitten wir Sie, uns unverzüglich zu benachrichtigen. Wir werden den entsprechenden Inhalt umgehend anpassen oder löschen.

E-Mail: news@wedoany.com