Opernhaus Zürich verleiht 3D-gedruckte Trophäe basierend auf Applaus
2026-06-12 09:56
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de.wedoany.com-Bericht: Das Opernhaus Zürich hat bei der „Opernacht“-Gala dem Team der Organisation „Female Classics“ den ersten Opernhauspreis verliehen. Dieser Preis ist eine 3D-gedruckte Skulptur, deren Design auf Applaus basiert, anstatt auf traditionellen Trophäen oder Statuetten.

„Frozen Music“ verwandelt Applaus mit 3D-Druck in Skulpturen

Anders als andere Künste, die oft von immateriellen Konzepten inspiriert werden, wandelt dieser Preis Audio direkt in physische Strukturen um. Dieser Designprozess wurde von der österreichischen Designerin und Künstlerin Julia Koerner entwickelt, deren Werk an der Schnittstelle von Technologie, Kunst, Musik und Architektur steht. Sie schuf bereits 2024 ein 3D-gedrucktes Werk basierend auf dem vierten Satz von Schumanns Dritter Sinfonie (die selbst vom ikonischen Kölner Dom inspiriert ist). In der neuesten Iteration namens „Frozen Music“ verwendete Koerner Aufnahmen des Applauses bei der Aufführung von Strauss‘ komischer Oper „Der Rosenkavalier“ am Opernhaus Zürich. Sie speiste das Audio in eine maßgeschneiderte Computersoftware ein, die basierend auf den akustischen Mustern des Applauses (unter Berücksichtigung der Amplitude und Variation des Klatschens) ein 3D-Modell generierte. Das Ergebnis ist eine stark texturierte Skulptur, die an die Bewegungen der Hände bei heftigem Applaus und das lärmende Feiern erinnert. Wie Koerners Team erklärte, betten diese Skulpturen „die flüchtige Energie einer Aufführung in eine physische Struktur ein“.

„Frozen Music“ verwandelt Applaus mit 3D-Druck in Skulpturen

Bei der Entwicklung des Preises arbeitete Koerner erneut mit dem Kurator Andreas Vierziger und dem Opernhaus Zürich zusammen. Vierziger war auch Partner bei der ursprünglichen „Frozen Music“-Skulptur. „Im Kern erforscht ‚Frozen Music‘ die Umwandlung von Klang in Form“, erklärte Koerner. „Unter Verwendung fortschrittlicher computergestützter Designmethoden interpretiert das Projekt die Nuancen des musikalischen Ausdrucks – seine Intensität, seinen Rhythmus und seinen Charakter – in komplexe geometrische Formen, die durch 3D-Druck realisiert werden. Die Skulptur, die sich an architektonischen Designprozessen orientiert, verkörpert die Verschmelzung von Kunst, Musik und Technologie.“ Koerner, die auch Gründerin von JK Designs GmbH und JK3D ist, hat zuvor mit der preisgekrönten Kostümbildnerin Ruth E. Carter für den Marvel-Film „Black Panther“ 3D-gedruckte Requisiten und Kostüme hergestellt und die Anwendung des 3D-Drucks bei Produkten wie Glasvasen und korallenartigem Schmuck erkundet.

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