SAP stellt jährlich 25.000 Mitarbeiter ein und optimiert Prozesse mit SmartRecruiters
2026-06-15 14:44
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de.wedoany.com-Bericht: SAP hat kürzlich durch die Einführung von SmartRecruiters für SAP SuccessFactors seinen globalen Talentakquisitionsprozess optimiert, um die Effizienz und das Kandidatenerlebnis zu verbessern. Das Unternehmen stellt jährlich 20.000 bis 25.000 Mitarbeiter in 160 Ländern ein, was die Rekrutierung besonders komplex macht. Eric Goldstein, Global Head of Talent Discovery bei SAP, erklärte, dass das Unternehmen bei der Planung der Optimierung seiner Technologie für die Talentakquise im vergangenen September SmartRecruiters übernommen und die Strategie entsprechend flexibel angepasst habe.

SmartRecruiters für SAP SuccessFactors ist ein Tool, das den gesamten Lebenszyklus der Rekrutierung abdeckt – von der Quellensuche bis zur Einarbeitung. Mit KI-gestützten Rekrutierungsfähigkeiten soll es die Zeit bis zur Einstellung verkürzen, das Kandidatenerlebnis verbessern und tiefere Analysen für die Personalplanung ermöglichen. Goldstein ist der Ansicht, dass dieses Tool der globalen Talentakquise von SAP mehr Präzision und Genauigkeit verleiht und die Verbesserung des Kandidaten- und Gesamterlebnisses der „größte Veränderungsfaktor“ sei.

SAP betreibt sein globales Geschäft mit eigener Software und fungiert als primärer Referenzkunde. Durch den Einsatz eigener Anwendungen bei 100.000 Mitarbeitern weltweit testet, verfeinert und präsentiert SAP seine Produkte in realen Szenarien.

SmartRecruiters trägt zur Optimierung des Rekrutierungsprozesses bei und erhöht Transparenz und Personalisierung. Ilka Sagner-David, Global Head of Talent Discovery Solutions and Innovation bei SAP, wies darauf hin, dass sich das Rekrutierungserlebnis zuvor manchmal nur auf die Perspektive der Personalvermittler oder der Kandidaten konzentrierte. Mit SmartRecruiters werde nun das Erlebnis aller am Rekrutierungsprozess beteiligten Stakeholder verbessert.

Aus Kandidatensicht teilte Goldstein mit, dass 70 % der Arbeitssuchenden ihre Zeit sorgfältig für die Bewerbung auf Stellen einteilen und die Erlebnisgestaltung des Unternehmens diesem Aufwand entsprechen müsse. Basierend auf SmartRecruiters habe jeder vorqualifizierte Bewerber die Möglichkeit, an einem Vorstellungsgespräch teilzunehmen, erhalte personalisiertes und konstruktives Feedback und bleibe durch integrierte Agent-KI rund um die Uhr in Kontakt. Goldstein betonte, dass es nicht ausreiche, nur eine höfliche automatische Absage zu senden; es müsse konstruktives, umsetzbares Feedback gegeben werden.

Aus Sicht der Einstellungsmanager bietet SmartRecruiters eine präzisere und konsistentere Möglichkeit, herausragende Kandidaten zu identifizieren, was zur Verkürzung der Einstellungszeit und zur Steigerung der Qualität beiträgt. KI-gestützte Interviewfragen konzentrieren sich auf Fähigkeiten und fördern relevantere, strukturierte Gespräche. Transparenz zwischen den Interviewteams erleichtert die Bewertungskoordination. KI-unterstützte Feedbacksammlung ermöglicht es Interviewern, zeitnaher und konsistenter Erkenntnisse zu gewinnen, was den Einstellungsteams hilft, fundiertere Entscheidungen zu treffen.

Aus Sicht der Personalvermittler automatisiert das Tool manuelle Aufgaben wie Kontaktaufnahme, Identifizierung potenzieller Kandidaten und Vorauswahl, sodass sich die Personalvermittler von administrativen Tätigkeiten befreien und auf wertschöpfende Beratung und Beziehungsmanagement konzentrieren können. Goldstein erklärte, dass Personalvermittler sich dadurch stärker auf das Beziehungsmanagement mit Kandidaten und Einstellungsmanagern konzentrieren und höhere Anforderungen an die Feedbackqualität der Interviewteams stellen könnten.

Ein Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung dieser Vorteile ist SmartRecruiters Winston für SAP SuccessFactors, ein KI-gestütztes, kandidatenorientiertes Agentenerlebnis. Auf der SAP Sapphire Orlando Konferenz demonstrierte Karl Baert, Global Head of People Solutions bei SAP, wie Winston den Bewerbungsprozess für Kandidaten vereinfacht. In der Demonstration spielte er einen Kandidaten, der sich auf eine Stelle bewirbt, lud seinen Lebenslauf hoch und bestätigte persönliche Daten durch natürliche Sprachdialoge mit Winston, um die Bewerbung abzuschließen. Baert erklärte, dass die Informationsintegration sehr schnell erfolge und die Bewerbung mit nur wenigen Fragen abgeschlossen werde, während das System gleichzeitig eine Datenqualitätsprüfung durchführe. Winston sammle auch Feedback von Bewerbern; Baert betonte, dass die Messung der Agentenqualität und die Sicherstellung der Informationsgenauigkeit von entscheidender Bedeutung seien.

Sagner-David erklärte, dass die Implementierung von SmartRecruiters die Grundlage für die Integration von KI in den Prozess sei, betonte jedoch, dass nicht geplant werden solle, alles auf einmal zu migrieren; die KI-Fähigkeiten müssten zum richtigen Zeitpunkt freigesetzt werden. Derzeit wird das System in zwei Phasen in den SAP-Personalsystemen einem User Acceptance Testing unterzogen, und die globale Einführung ist für September geplant.

Die Einführung von SmartRecruiters für SAP SuccessFactors in der eigenen Organisation von SAP ist nicht nur ein technologisches Upgrade, sondern zeigt auch die zukünftige Richtung der Massenrekrutierung auf: Durch die Kombination von KI, optimierten Erlebnissen und unternehmerischer Präzision verändert SAP nicht nur seine eigene Rekrutierungsweise, sondern bietet auch ein Vorbild für die globale Unternehmensrekrutierung.

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