NASA schließt Interoperabilitätstests für orbitales Satellitenrelaisnetzwerk ab
2026-06-15 14:53
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de.wedoany.com-Bericht: Die NASA hat einen technischen Test zur Überprüfung der Interoperabilität orbitaler Satellitenrelaisnetzwerke abgeschlossen. Das mehrsprachige Experimentierterminal (PExT) demonstrierte erfolgreich die Fähigkeit zur Datenübertragung über mehrere Systeme hinweg.

Techniker führen Umwelttests am mehrsprachigen Experimentierterminal (PExT) durch, um es für den Start vorzubereiten

Herkömmliche Satellitenkommunikation ist in der Regel auf ein einzelnes Netzwerk beschränkt. Das PExT-Projekt nutzt das Ka-Band-Spektrum und ermöglicht den Datenempfang und -versand zwischen dem Tracking and Data Relay Satellite System der NASA sowie den kommerziellen Netzwerken von Viasat und SES. Das Terminal, das im Juli letzten Jahres an Bord einer von York Space Systems gebauten Satellitenplattform in die Umlaufbahn gebracht wurde, wurde von der NASA und dem Johns Hopkins Applied Physics Laboratory gemeinsam entwickelt und ist im Wesentlichen ein Breitbandterminal. Seine Funktionsweise ähnelt dem Roaming von Mobiltelefonen: Orbitalflugkörper, die mit Funk- und Breitbandterminals ausgestattet sind, können zwischen verschiedenen Satellitenrelaisnetzwerken wechseln.

Die NASA hat bestätigt, dass sie weitere Tests durchführen und das PExT-Projekt bis April 2027 verlängern wird. Darüber hinaus hat sich das Google-Ablegerunternehmen Aalyria Technologies dem Projekt angeschlossen und plant, mit seiner Spacetime-Software potenzielle Unternehmensdienstleistungsfähigkeiten zu demonstrieren. In weiteren Tests wird PExT über die Partner-Bodenstation von SSC Space (ehemals Swedish Space Corporation) in Weilheim, Deutschland, mehr als 50 direkte Verbindungen zur Erde unterstützen.

Angesichts des wachsenden Bedarfs an orbitaler Konnektivität im kommerziellen Bereich möchte die NASA mit diesem Projekt ein interoperableres Weltraumnetzwerk-Ökosystem demonstrieren, das es Regierungs- und kommerziellen Satelliten ermöglicht, nahtlos zusammenzuarbeiten. In einer Erklärung teilte die NASA mit, dass diese Demonstrationen zeigen, wie Missionen Daten flexibel routen können – sei es über Relaissatelliten oder durch direkte Übertragung an Bodenstationen – um Resilienz, Abdeckung und Betriebseffizienz zu verbessern.

Das PExT-Projekt ergänzt auch frühere Forschungsarbeiten der Defense Innovation Unit der USA und Aalyria zur orbitalen Interoperabilität im Rahmen des Hybrid Space Architecture-Projekts. Auf kommerzieller Ebene entwickelt sich die Satellitenkonnektivität zu einem wichtigen Bereich der Vernetzung, wobei Unternehmen wie Amazon, Viasat und AST SpaceMobile versuchen, SpaceXs Starlink herauszufordern. Gleichzeitig erwägen die Betreiber AT&T, T-Mobile US und Verizon die Gründung eines auf Satelliten spezialisierten Joint Ventures, um ihre jeweiligen Spektrumsressourcen zu bündeln. AT&T-CEO John Stankey erklärte, dass ein gemeinsames Vorgehen einen sinnvolleren, an mehr Orten verfügbaren und leistungsfähigeren Dienst ermöglichen würde, insbesondere in Kombination mit Mittelbandspektrum.

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