Bangladesh setzt sich Ziel von 5.000 Megawatt Solarstrom bis 2030
2026-06-15 15:15
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de.wedoany.com-Bericht: Bangladesch hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 5.000 Megawatt Solarstrom zu erzeugen. Der Plan ist Teil einer Strategie zur Stärkung der Energiesicherheit, zur Verringerung der Importabhängigkeit und zur Deckung des Bedarfs an sauberem Strom für exportorientierte Industrien.

Der Minister für Strom, Energie und Bodenschätze, Iqbal Hassan Mahmood, gab dieses Ziel auf einer Pressekonferenz nach dem Haushaltsentwurf in der Osmani Memorial Hall in der Hauptstadt bekannt. Er erklärte, das Ziel sei die Einspeisung von 5.000 Megawatt Solarstrom in das nationale Stromnetz, und erwarte eine höhere tatsächliche installierte Kapazität.

Mahmood wies in seiner Antwort darauf hin, dass erneuerbare Energien bereits eine strukturelle wirtschaftliche Notwendigkeit und keine politische Entscheidung seien. Er sagte, die Exportwettbewerbsfähigkeit Bangladeschs sei eng mit der Nutzung sauberer Energie verbunden, insbesondere auf dem europäischen Markt, weshalb die Nutzung sauberer Energie erhöht werden müsse, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Der Minister betonte, dass der Ausbau der Solarenergie mit Batterie-speichersystemen kombiniert werde, um eine zuverlässige Versorgung rund um die Uhr zu gewährleisten. Im Haushalt wurden bereits finanzielle Anreize eingeführt, darunter die Befreiung von Zöllen und Steuern auf Solarzellen und zugehörige Ausrüstungen, um Investitionen zu fördern und den Ausbau erneuerbarer Energien zu beschleunigen.

Mahmood erklärte, die Förderung erneuerbarer Energien ziele darauf ab, strukturelle Schwächen des nationalen Energiesystems zu beheben. Er sagte, das Energiesystem des Landes sei in den letzten 17 Jahren stark von Importen abhängig geworden. Daher habe die Regierung beschlossen, die staatliche Bangladesh Petroleum Exploration and Production Company Limited (BAPEX) wiederzubeleben und ihre Onshore-Explorationskapazitäten durch die Beschaffung von fünf zusätzlichen Bohranlagen zu stärken. Gleichzeitig seien internationale Ölgesellschaften zur Exploration in Offshore-Blöcken eingeladen worden, da inländische Unternehmen nicht über ausreichende Erfahrung in Tiefseeoperationen verfügten.

Der Minister räumte ein, dass kurzfristig weiterhin auf importierte Brennstoffe angewiesen sei, die Versorgung jedoch trotz der turbulenten globalen Lage stabil bleibe. Bangladesch habe rund 2,5 Milliarden US-Dollar für Brennstoffimporte ausgegeben, um die Energiesicherheit zu gewährleisten. Darüber hinaus räumte er ein, dass der Stromsektor unter enormem finanziellem Druck stehe und die Regierung unbezahlte Schulden in Höhe von rund 560 Milliarden Taka geerbt habe. Bezüglich der Kapazitätszahlungen an unabhängige Stromerzeuger erklärte der Minister, die Verträge seien komplex, und es sei rechtlicher Rat eingeholt worden. Bei einem positiven Gutachten würden geeignete rechtliche Schritte geprüft.

Er äußerte die Hoffnung, dass die Reformen im Energiesektor, einschließlich des Ausbaus der Erdgasexploration und der Entwicklung erneuerbarer Energien, in den kommenden Jahren Früchte tragen würden. Finanzminister Amir Khosru Mahmud Chowdhury, Informations- und Rundfunkminister Zahir Uddin Swapon und andere Kabinettsmitglieder nahmen an der Sitzung teil.

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