Bangladeschische Regierung stärkt BAPEX und weitet Erdgasexploration aus
2026-06-15 15:15
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de.wedoany.com-Bericht: Die bangladeschische Regierung hat beschlossen, das staatliche Öl- und Gasexplorations- und Produktionsunternehmen BAPEX zu stärken und die inländische Erdgasexploration auszuweiten, um die Abhängigkeit von importierten Brennstoffen zu verringern und die Energiesicherheit zu erhöhen.

Dies erklärte der Minister für Strom, Energie und Bodenschätze, Iqbal Hassan Mahmood, auf einer Pressekonferenz nach dem Haushalt in der Osmani Memorial Hall in der Hauptstadt Dhaka. Er sagte, dass der Energiesektor Bangladeschs in den letzten 17 Jahren fast vollständig von Importen abhängig gewesen sei. Obwohl man Seegrenzen erhalten habe und es potenzielle Explorationsgebiete an Land gebe, seien nicht genügend Maßnahmen ergriffen worden, um neue Erdgasvorkommen zu finden.

Mahmood wies darauf hin, dass die Regierung beschlossen habe, BAPEX wiederzubeleben und seine Betriebsfähigkeiten zu stärken. BAPEX habe früher Erfolge erzielt, sei aber faktisch marginalisiert worden. Im Rahmen des Plans werde die Regierung fünf zusätzliche Bohranlagen beschaffen, um die Explorationsaktivitäten an Land zu erhöhen. Für die Offshore-Exploration habe Bangladesch, da BAPEX keine entsprechende Erfahrung habe, internationale Ölgesellschaften zur Teilnahme eingeladen. Ausschreibungen seien bereits verschickt worden; nach Abschluss des Verfahrens werde man mit den Gewinnern verhandeln und Blöcke zuweisen.

Der Minister erklärte, dass Bangladesch kurzfristig weiterhin auf importierte Brennstoffe angewiesen sein werde. Nach der Krise in der Straße von Hormuz hätten einige Lieferanten sich auf höhere Gewalt berufen, und die Regierung habe gezwungenermaßen alternative Brennstoffquellen suchen müssen, doch die Brennstoffversorgung Bangladeschs sei stabil geblieben. Die Regierung habe etwa 2,5 Milliarden US-Dollar für Brennstoffimporte ausgegeben, um die Energiesicherheit zu gewährleisten.

Im Strombereich räumte Mahmood finanziellen Druck durch Subventionen und Altlasten ein. Die Regierung kaufe Strom zu höheren Preisen von privaten Kraftwerken und verkaufe ihn zu niedrigeren Preisen an die Verbraucher; die Differenz müsse durch staatliche Subventionen ausgeglichen werden. Die Regierung habe in diesem Bereich unbezahlte Rechnungen in Höhe von rund 560 Milliarden Taka geerbt, die beglichen werden müssten, zusätzlich zu den laufenden Rechnungen, was einen enormen finanziellen Druck verursache.

Hinsichtlich der Zahlung von Kapazitätsentgelten an unabhängige Stromerzeuger sagte Mahmood, dass dies aufgrund vertraglicher Verpflichtungen rechtlich komplex sei. Die Vertragsstruktur biete den Investoren umfassenden Schutz; wenn die Kapazitätsentgelte plötzlich eingestellt würden, könnten Kreditgeber die Rückzahlung verlangen, und einige Kraftwerke könnten nicht mehr betrieben werden. Die Regierung habe zu dieser Angelegenheit die Stellungnahme des Justizministeriums eingeholt; falls diese günstig ausfalle, werde man geeignete rechtliche Schritte in Betracht ziehen.

An der Sitzung nahmen auch der Finanzminister Amir Khosru Mahmud Chowdhury, der Minister für Information und Rundfunk Zahir Uddin Swapon sowie Kabinettsmitglieder teil.

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