de.wedoany.com-Bericht: Alyson Freeman, Director of Data Center Sustainability bei Dell Technologies, erläutert die Praktiken des Unternehmens beim Einsatz von KI-Technologie für Hardwaresimulation, Softwareentwicklung und Energieeffizienzoptimierung in Rechenzentren. Sie weist darauf hin, dass diese Technologie die Nachhaltigkeitsmission des Unternehmens sowohl aus Hardware- als auch aus Softwareperspektive vorantreibt.

Freeman besitzt einen Doktortitel in Materialingenieurwesen mit Schwerpunkt Halbleiter und verfügt über 20 Jahre Erfahrung in den Bereichen Technik und Management bei der NASA, dem Los Alamos National Laboratory, Samsung, Intel und Dell Technologies. Sie hält mehrere Patente in den Bereichen KI und Energiemanagement. Darüber hinaus ist sie globale Leiterin der Mitarbeiterressourcengruppe „Women in Technology“ bei Dell Technologies, Mitbegründerin und ehemalige Vorsitzende der Organisation „Women in Technology“ bei Samsung Austin Semiconductor, Vorstandsmitglied des National Girls Collaborative Project und Vorstandsmitglied der Westwood STEM Academy. Bei Dell war sie zudem an der Gründung des globalen Programms „Coding for Kids“ beteiligt.
Im Hardwarebereich führt Dell Hardwaretests mittels KI-Simulation durch, ohne physische Prototypen herstellen zu müssen. Freeman ist der Ansicht, dass dies die Entwicklungszyklen erheblich verkürzt und gleichzeitig die Verschwendung von Prototypen vermeidet, was zu Nachhaltigkeitsvorteilen führt. Im Softwarebereich beobachtet Freeman, dass Nachhaltigkeitsteams nach dem Einsatz von KI bei der Entwicklung eine deutliche Effizienzsteigerung verzeichnen und die Teammitglieder ihre Zeit lieber für Prioritäten im Bereich Nachhaltigkeit aufwenden.
Bezüglich des Energieverbrauchs in Rechenzentren weist Freeman darauf hin, dass der Großteil der Energie für die Kühlung aufgewendet wird. Auf Hardwareebene setzt Dell Technologien wie Lüfter, Flüssigkeitskühlung und Tauchkühlung (bei der Server in Mineralölbehälter getaucht werden, um die Wärmeableitung zu unterstützen) ein, um die Kühleffizienz zu optimieren. Auf Softwareebene können durch die Erstellung von Lösungen zur Überwachung und Abschaltung unnötiger Zusatzaufgaben auf Servern Energieverschwendungen vermieden werden, sodass die vorhandene Stromversorgung effizienter genutzt werden kann, ohne die Netzlast zu erhöhen. Sie verweist auf Branchendaten, wonach zwischen 2026 und 2030 weltweit fast 100 Gigawatt an Rechenzentrumskapazität hinzukommen werden, was die globale Kapazität verdoppelt, wobei etwa 50 % davon in Amerika liegen.
Für Unternehmen, die gerade erst mit ihrer Nachhaltigkeitsreise beginnen, empfiehlt Freeman, sich von Daten leiten zu lassen. Sie ist der Ansicht, dass die Messung der Umweltauswirkungen eine der größten Herausforderungen für Unternehmen darstellt, diese jedoch mit Hilfe von Drittanbieter-Bewertungsorganisationen und -Tools bewältigt werden kann. Die Daten werden Unternehmen dabei helfen, die prioritär zu lösenden Probleme zu identifizieren und die Handlungsprioritäten in den verschiedenen Nachhaltigkeitsbereichen festzulegen.

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