de.wedoany.com-Bericht: Der spanische virtuelle Mobilfunkbetreiber Holafly beschleunigt seine Geschäftsexpansion auf dem brasilianischen Markt und betrachtet das zweitbevölkerungsreichste Land Lateinamerikas als einen der vielversprechendsten Märkte für das Wachstum seines Unternehmensbereichs. Weltweit hat das Unternehmen bereits über 15 Millionen eSIM-Produkte verkauft und bedient mehr als 3.000 Unternehmenskunden.

Holafly, das sich in Europa bereits eine Basis für internationale Reiseverbindungsdienste aufgebaut hat, verlagert nun seinen strategischen Schwerpunkt auf Amerika. Fernando Silveira, Senior Manager für Reisekooperationen in Amerika, erklärte, dass Brasilien sowohl hinsichtlich der Marktgröße als auch des Wachstumspotenzials eine bedeutende Wette sei. Das Unternehmen investiere massiv im Land und plane die Einführung einer starken Marketingkampagne.
Die Dienstleistungen des Unternehmens richten sich nicht nur an traditionelle Reisende, sondern konzentrieren sich auf die Zusammenarbeit mit Unternehmen, die über internationale Dienstreiseteams verfügen. Derzeit liegt Mexiko bei der B2B-Leadgenerierung von Holafly in Amerika vorn, gefolgt von Kolumbien.
Das Geschäftsmodell von Holafly konzentriert sich auf eSIM-Produkte, es werden keine physischen Chips verkauft, und der Aktivierungsprozess erfolgt remote. Die Produktlinie ist ausschließlich für den Internetzugang konzipiert, bietet keine Sprach- oder SMS-Dienste und verwendet unbegrenzte Datentarife. Zur Liste der Unternehmenskunden gehören unter anderem Bradesco, Porto, Tramontina, Deloitte, Volvo, Nike, Puma, BBVA und Iberia.
Das entscheidende Argument zur Gewinnung von Unternehmenskunden liegt in der Reduzierung von Cybersicherheitsrisiken für reisende Mitarbeiter. Holafly ist der Ansicht, dass die Nutzung öffentlicher Wi-Fi-Netzwerke an Flughäfen, in Hotels und Cafés zu einem kritischen Sicherheitslückenvektor geworden ist. Alexandre Francato, B2B-Verkaufsleiter für Amerika, wies darauf hin, dass dieses Thema für B2B von entscheidender Bedeutung sei, da die meisten großen Unternehmen im Bereich der digitalen Sicherheit geprüft würden. Aus diesem Grund nutze Holafly verschlüsselte mobile Verbindungskanäle, die VPN-Dienste beinhalten.
Das Unternehmen versucht zudem, sich als Alternative zu den von traditionellen Mobilfunkanbietern angebotenen internationalen Roaming-Diensten zu positionieren. Francato erklärte, dass große Anbieter in Lateinamerika bei der Kundenbetreuung und -unterstützung Defizite aufwiesen, während Holafly schneller auf Probleme reagieren könne. Derzeit nutzt Holafly in Brasilien das Netz von Vivo, um ausländischen Reisenden Dienste anzubieten, und hat bereits kommerzielle Vereinbarungen mit Claro und TIM getroffen.
Holafly setzt auf den brasilianischen Markt, während die Einführung der eSIM-Technologie im Land zunimmt. Im vom Unternehmen veröffentlichten „Global eSIM Index 2026“ belegt Brasilien Platz 24 unter 50 bewerteten Ländern. Obwohl es unter den analysierten lateinamerikanischen Ländern an erster Stelle steht, liegt die Bereitschaft zur Einführung dieses virtuellen Chips dennoch unter der von Ländern mit geringerer Bevölkerungszahl wie Estland, Kanada, der Schweiz und Finnland. Die Studie weist darauf hin, dass das Haupthindernis für die breite Einführung von eSIM in Brasilien regulatorische Anforderungen im Zusammenhang mit der Fernaktivierung von Chips und der Benutzerregistrierung sind, darunter Regeln zur biometrischen Verifizierung und Benutzeridentifikation, die die Komplexität des Aktivierungsprozesses erhöhen könnten.
Dieser Artikel wurde von Wedoany übersetzt und bearbeitet. Bei jeglicher Zitierung oder Nutzung durch künstliche Intelligenz (KI) ist die Quellenangabe „Wedoany“ zwingend vorgeschrieben. Sollten Urheberrechtsverletzungen oder andere Probleme vorliegen, bitten wir Sie, uns unverzüglich zu benachrichtigen. Wir werden den entsprechenden Inhalt umgehend anpassen oder löschen.
E-Mail: news@wedoany.com









