Uruguays ANP treibt Wiederaufnahme der Baggerarbeiten im Hafen La Paloma seit 2021 voran
2026-06-15 15:57
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de.wedoany.com-Bericht: Die Nationale Hafenbehörde (ANP) hat einen entscheidenden Schritt zur Wiederaufnahme der Baggerarbeiten im Hafen La Paloma (226 km östlich von Montevideo) abgeschlossen. Nach mehrjährigem Stillstand hat der Baggerschiff „DHD2“ nach der Reparatur des Hauptmotors erfolgreich die Tests aller wichtigen Systeme bestanden.

Manuel Ferrer, Leiter des Baggerbereichs der ANP, bestätigte gegenüber Altamar News, dass das beauftragte Reparaturunternehmen die Arbeiten in der vergangenen Woche abgeschlossen habe, sodass die Schiffsausrüstung umfassend getestet werden konnte. Ferrer betonte, dass der Baggerschiff seit 2021 zum ersten Mal die gesamte Anlage testen konnte und diese sich in einem guten Betriebszustand befinde. Während der Tests wurden der Betrieb der Baggerpumpe, der Querversetzleinen, der Winden, des Verankerungssystems und anderer betriebskritischer Komponenten überprüft.

Mit den erfolgreichen Testergebnissen ist die ANP nun in der Lage, bei der Nationalen Marinebehörde (Prefectura Nacional Naval) die Zertifizierung des Schiffes zu beantragen. Gleichzeitig wird noch auf die erforderliche Umweltgenehmigung für den Betriebsstart gewartet. Ferrer erklärte, das Projekt habe die technische Bewertung erhalten, das Umweltministerium (Ministerio de Ambiente) habe jedoch noch keinen endgültigen Beschluss gefasst. Darüber hinaus müssen noch ergänzende Arbeiten wie die Installation der Abflussleitungen durchgeführt werden.

Der Baggerschiff DHD2 liegt seit seiner letzten Indienststellung im Jahr 2021 in La Paloma vor Anker und hat in dieser Zeit keine Baggerarbeiten durchgeführt. Derzeit sind zwei Mitarbeiter für die tägliche Wartung und Überwachung des Schiffes zuständig. Nach Betriebsbeginn werden die übrigen Besatzungsmitglieder aus Montevideo und Nueva Palmira angefordert.

Das vorrangige Ziel dieses Eingriffs ist die Wiederherstellung der durch starke Versandung beeinträchtigten Bereiche. Ferrer wies darauf hin, dass die Beobachtungen während der Testphase gezeigt hätten, dass die Sandablagerungen in einigen Bereichen ein gefährliches Niveau erreicht hätten und die Sohle einiger Flussabschnitte fast den hydrologischen Nullpunkt erreiche. In der ersten Phase der Baggerarbeiten ist geplant, Pier 3 auf drei Meter zu vertiefen, um ihn für den Hafenbetrieb nutzbar zu machen. Gleichzeitig wird angestrebt, den derzeit einzigen kommerziell genutzten Pier auf sechs Meter zu vertiefen.

Die Vergrößerung der verfügbaren Wassertiefe wird die Liege- und Betriebskapazität des Hafens erheblich verbessern. Ferrer erklärte, der Hafen sei derzeit gesättigt und könne keine weiteren Schiffe aufnehmen, während einige Reeder bereits ihr Interesse bekundet hätten, von La Paloma aus zu operieren. Er ist der Ansicht, dass die Inbetriebnahme neuer Arbeitsbereiche nicht nur der Fischereiflotte, sondern auch den Schiffen, die maritime Aktivitäten unterstützen, zugutekommen werde. Die ANP geht davon aus, dass die Verbesserung der Infrastruktur positive Auswirkungen auf Beschäftigung, Wirtschaftstätigkeit und städtische Investitionen haben wird. Ferrer erwartet, dass die Nachricht von der Vertiefung des Hafens und der Inbetriebnahme neuer Piers innerhalb weniger Monate die Reeder dazu motivieren wird, Installations- und Wachstumspläne in La Paloma zu entwickeln.

Ein zentraler Aspekt des Projekts ist das Umweltmanagement des ausgebaggerten Sediments. Ferrer erklärte, die ANP stehe im Dialog mit den lokalen Behörden und verstehe die Bedenken der Gemeinschaft hinsichtlich des Küstenökosystems. Dem Plan zufolge soll der Sand außerhalb der vom Umweltministerium (Ministerio de Ambiente) festgelegten Sperrzeiten wieder auf die ursprünglichen Strände aufgespült werden. Er erläuterte, dass die Sedimente, die derzeit die Hafenschifffahrt behindern, größtenteils aus dem natürlichen Sandtransport der nahe gelegenen Strände stammen. Die ANP werde versuchen, diese Sedimente an ihren Ursprungsort zurückzuführen und dabei alle notwendigen Kontrollmaßnahmen zu ergreifen, um eine Kontamination auszuschließen. Die noch ausstehende Umweltgenehmigung wird die Baggerbereiche, -tiefen, -ausrüstung, die Sedimenteigenschaften und die Ablagerungszonen festlegen sowie zeitliche Beschränkungen für die Sandaufspülung auf die Strände vorsehen. Während des verlängerten Sommers (in der Regel von Ende November bis zur Tourismuswoche) ist die Sandaufspülung auf die Strände verboten; in dieser Zeit muss das Sediment im Hafeninneren gelagert werden.

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