Deutsche Telekom startet Glasfaseranschluss für 6.300 Haushalte in Abensberg früher
2026-06-15 16:16
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de.wedoany.com-Bericht: Die Deutsche Telekom testet in der bayerischen Kleinstadt Abensberg mit einem Projekt namens „Abensberger Weg" eine effizientere Glasfaserverlegung, um durch Digitalisierung und schlankere Genehmigungsverfahren die Bauarbeiten zu beschleunigen. Auch in Gotha in Thüringen, einer weiteren Modellstadt des Projekts, wurden konkrete Maßnahmen ergriffen: Die dortige Kommunalverwaltung bündelt Genehmigungen in einem Projektbüro und erteilt Verkehrsanordnungen mit einer Gültigkeitsdauer von einem Jahr, anstatt jede einzelne Maßnahme gesondert zu genehmigen. In Abensberg hat die Telekom bereits erste Fortschritte erzielt: Die ursprünglich für den 1. Juli 2026 geplante Baumaßnahme zum Glasfaseranschluss von 6.300 Haushalten wurde auf den 4. Mai desselben Jahres vorgezogen. Der bayerische Staatsminister der Finanzen und für Heimat, Albert Füracker, nahm am offiziellen Spatenstich teil.

In Abensberg und Gotha testet die Deutsche Telekom gemeinsam mit Kommunen und Baufirmen, wie sich der Glasfaserausbau durch verkürzte Genehmigungsverfahren und bessere Koordination beschleunigen lässt.

Die Telekom-Tochter GlasfaserPlus hat in den letzten Wochen in mehreren Städten und Gemeinden mit dem Glasfaserausbau begonnen. Anfang Juni gab das Unternehmen den Baustart für eigenwirtschaftliche Ausbauten in Neuffen, Bad Urach, Neusorg und Stutensee bekannt, wo insgesamt über 19.000 Haushalte angeschlossen werden sollen. Im Landkreis Oberspreewald-Lausitz versorgt GlasfaserPlus in Zusammenarbeit mit dem Investor IFM mit Hilfe von Fördermitteln 14.000 Haushalte in 25 Orten mit FTTH-Anschlüssen. Im Landkreis Karlsruhe hat die Deutsche Telekom bereits 16.300 Haushalte mit Glasfaser versorgt, weitere 11.975 sollen folgen. Der Konzern plant im Landkreis den Anschluss von 36.300 Haushalten, gemeinsam mit den Ausbauprojekten der Tochtergesellschaft soll ein Gesamtziel von 41.000 Haushalten erreicht werden. In der Stadt Karlsruhe sind bereits 73.400 Haushalte an das Glasfasernetz der Telekom angeschlossen, weitere 40.257 befinden sich im Bau oder in der Planung. Damit liegt die Abdeckung des Konzerns in der Stadt bei knapp 60 Prozent.

Landrat Alexander Erbert schaut bei einer Vorführung der Glasfaser-Verbindung (Spleißen) genau hin. In seinem Landkreis Oberspreewald-Lausitz baut GlasfaserPlus mit Fördermitteln in 25 Orten FTTH-Anschlüsse für 14.000 Haushalte.

Im Wettbewerb plant das Gemeinschaftsunternehmen OXG von Vodafone und dem Investor Altice, in Hannover 19.000 Haushalte anzuschließen und konkretisierte seine Ausbaupläne in Hamburg. Vor zwei Jahren hatte das Unternehmen noch gehofft, in Hamburg 300.000 Haushalte anzuschließen; das aktuelle Ziel ist nun die Versorgung von 161.000 Haushalten in der Stadt. Gleichzeitig zieht sich GlobalConnect vollständig aus dem Glasfaser-Endkundengeschäft in Hamburg zurück. Das Unternehmen, das zunächst unter der Marke HomeNet gestartet war, hat sein FTTH-Netz in Hamburg und der Region Kiel an NordConnect verkauft, ein Gemeinschaftsunternehmen der Stadtwerke Neumünster und der Schleswiger Stadtwerke. Die Übergabe ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant; bestehende Verträge werden vollständig erfüllt. Danach wird NordConnect den betroffenen Kunden neue Angebote unterbreiten. Vor vier Jahren hatte GlobalConnect noch Investitionen von 500 Millionen Euro für den Glasfaserausbau geplant, gab aber vor zwei Jahren bekannt, das Endkundengeschäft nicht weiter auszubauen.

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