El Niño voraussichtlich treibende Kraft für Argentiniens Ernte 2026/27
2026-06-15 16:56
Merken

de.wedoany.com-Bericht: Obwohl ein starkes El Niño die Ernten in den meisten Teilen der Welt beeinträchtigen könnte, gehen Klimaexperten davon aus, dass dieses Phänomen in der zweiten Jahreshälfte die landwirtschaftliche Produktion Argentiniens fördern wird, insbesondere bei wichtigen Exportkulturen wie Sojabohnen, Mais und Weizen.

Ein dicht bewachsenes Sojabohnenfeld

Das US-amerikanische Climate Prediction Center veröffentlichte am Donnerstag eine Prognose, wonach die El-Niño-Bedingungen im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2026 zunehmen werden. Das El-Niño-Phänomen führt zu einer Erwärmung des Meereswassers im zentralen und östlichen äquatorialen Pazifik, was in weiten Teilen Asiens und Australiens zu geringeren Niederschlägen führt und Bedenken hinsichtlich einer Verringerung der globalen Nahrungsmittelversorgung und steigender Preise aufgrund von Dürre auslöst. In Argentinien hingegen weisen Klimaexperten darauf hin, dass das Phänomen die Häufigkeit und Intensität von Regenfällen erhöht, was in der Regel das Pflanzenwachstum begünstigt.

„Die Saison 2026/27 wird vollständig von El Niño beeinflusst sein, was ein positiver Faktor sein wird“, sagte der Meteorologe German Heinzenknecht von der argentinischen Beratungsfirma Argentine Applied Climatology Consultancy. Nach offiziellen Angaben ereignete sich das letzte starke El Niño im Zyklus 2015/16, als Argentinien mit 59,1 Millionen Tonnen die zweitgrößte Sojaernte seiner Geschichte verzeichnete und der durchschnittliche Maisertrag 7 % über dem Zehnjahresdurchschnitt lag.

„In den landwirtschaftlichen Kerngebieten, in denen die Böden gut entwässert sind und nicht zu Überschwemmungen neigen, bringt El Niño sehr gute Erträge“, sagte Klimaexperte Eduardo Sierra. Die Maisaussaat in Argentinien beginnt im September, die Sojaaussaat im Oktober. Nach Angaben der Handelskammer von Rosario (Rosario Board of Trade) haben die Erzeuger des Landes bereits mit der Aussaat von Weizen für die Saison 2026/27 begonnen, und die Ernte könnte 20 Millionen Tonnen erreichen, was die drittgrößte Getreideernte Argentiniens wäre.

Dieser Artikel wurde von Wedoany übersetzt und bearbeitet. Bei jeglicher Zitierung oder Nutzung durch künstliche Intelligenz (KI) ist die Quellenangabe „Wedoany“ zwingend vorgeschrieben. Sollten Urheberrechtsverletzungen oder andere Probleme vorliegen, bitten wir Sie, uns unverzüglich zu benachrichtigen. Wir werden den entsprechenden Inhalt umgehend anpassen oder löschen.

E-Mail: news@wedoany.com